Stand: 27.09.2017 07:44 Uhr

Günther reist hoffnungsvoll nach Dänemark

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Ministerpräsident Daniel Günther wird in Dänemark auch von der Königin empfangen.

Laut Daniel Günther hat der Besuch "eine enorm hohe Bedeutung" für seine Landesregierung: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident hat am Dienstag seine erste Auslandsreise als Regierungschef angetreten. Sie führt den CDU-Politiker und seine Delegation nach Dänemark. In zahlreichen Gesprächen soll es ab Mittwoch unter anderem um den umstrittenen Fehmarnbelt-Tunnel gehen, dessen Baubeginn für 2020 anvisiert ist. Gerade mit Blick auf Verkehrsprojekte benötigten Schleswig-Holstein und Dänemark einen Schulterschluss, hatte Günther vor dem Aufbruch nach Dänemark betont: "Da muss es eine klare Verlässlichkeit auch auf unserer Seite geben." Am Mittwoch wird der Ministerpräsident neben mehreren dänischen Ministern auch Regierungschef Lars Løkke Rasmussen treffen.

Audienz bei Königin Margrethe II.

Nach dem Gespräch mit Rasmussen wird Königin Margrethe II. Günther zu einer Audienz auf Schloss Amalienborg in Kopenhagen empfangen. Dass dies schon beim Antrittsbesuch passiert, nannten Beobachter im Vorfeld außergewöhnlich. Sie werten dies als Zeichen der Wertschätzung.

An Themen dürfte es Günther bei seiner ersten Auslandsreise - neben der Verkehrspolitik - nicht mangeln. Der Einsatz dänischer Soldaten bei den Grenzkontrollen soll ebenso zur Sprache kommen wie die Themen Dosenpfand und Kooperationen im Gesundheits- und Hochschulbereich.

100. Jahrestag der Volksabstimmung

In drei Jahren steht der 100. Jahrestag der Volksabstimmung zur Grenzziehung zwischen Süd- und Nordschleswig an - seit der Abstimmung 1920 leben auf beiden Seiten der Grenze große nationale Minderheiten. Die mit dem Jahrestag verbundenen gemeinsamen Aktivitäten sollen ebenfalls Thema sein.

Günther hatte die Bedeutung der Minderheiten im Vorfeld seiner Reise betont und unterstrichen, dass sich die Grundpfeiler der Zusammenarbeit auch unter der von ihm geführten Landesregierung nicht ändern werden. Um das zum Ausdruck zu bringen, gehört auch Oppositionspolitiker Lars Harms vom SSW zur Delegation.

SSW-Politiker Harms ist eingeladen

Günther hatte Harms eingeladen, als er die Reise im Landtag ankündigte. Zur Delegation des Ministerpräsident gehören außerdem Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP), Europaministerin Sabine Sütterlin-Waack und der Minderheitenbeauftragte Johannes Callsen (beide CDU).

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 27.09.2017 | 07:00 Uhr

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