Stand: 12.02.2017 12:17 Uhr

Gülle-Laster war vermutlich zu schnell

Kurz vor der Schleibrücke Lindaunis bei Rieseby im Kreis Rendsburg-Eckernförde ist am Sonnabend ein Gülle-Laster in ein Wohnhaus gefahren. Die Polizei geht nun davon aus, dass der Fahrer zu schnell unterwegs war. In einer scharfen Linkskurve im Ortsteil Stubbe habe er die Kontrolle über den Lkw verloren und war seitlich in die Außenmauer des Gebäudes eingeschlagen. Dabei zerstörte er nach Angaben der Feuerwehr die Wand zum Badezimmer. Außerdem liefen etwa 20.000 Liter eines Substrats aus Biogasanlagen aus dem Tank. Der Lkw-Fahrer und ein Bewohner des Hauses wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Güllelaster zerstört Wohnhaus in Rieseby

Bewohner berichtet von lautem Knall

Ein Kind, das sich zum Unfallzeitpunkt im Haus befand, blieb nach Angaben eines Feuerwehrsprechers unverletzt. Glück hatte auch ein weiterer Bewohner des Hauses. Nach eigenen Angaben befand er sich kurz vor dem Unfall im Bad und hatte sich danach im ersten Obergeschoss ausruhen wollen. Er habe Bremsgeräusche und einen lauten Knall gehört. Als er aus dem Fenster schaute, habe er die Biogasanlagen-Flüssigkeit im Garten gesehen.

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Experten untersuchen Haus nach Güllelaster-Unfall

Nach dem Unfall eines Güllelasters in Rieseby haben Experten das betroffene Doppelhaus begutachtet. Ein Teil des Hauses ist nicht mehr bewohnbar. Außerdem muss Boden abgetragen werden. mehr

Kälte mindert Gestank

Ein Teil der ausgelaufenen Flüssigkeit landete in einer nahegelegenen Au. Rund 70 Einsatzkräfte von THW und der Feuerwehren Rieseby und Eckernförde waren vor Ort, um das Haus mit Stützen und den Bach zu sichern. Ein Statiker prüfe die Schäden am Gebäude, sagte der Feuerwehrsprecher. "Geruchstechnisch war alles im Rahmen. Das liegt an den kalten Temperaturen", sagte er weiter.

Am Nachmittag konnte der Lastwagen mit Hilfe eines Krans geborgen werden. Der Lkw ist vermutlich ein Totalschaden. Der Großteil des Wohnhauses ist weiterhin bewohnbar. Die Einliegerwohnung, die beim Unfall hauptsächlich beschädigt wurde, allerdings nicht.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 12.02.2017 | 15:00 Uhr

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