Stand: 12.10.2017 17:29 Uhr

Gericht kippt Baustopp für Schleswiger Bahnhof

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Der Eigentümer des Bahnhofs in Schleswig darf das Gebäude nun weiter umbauen.

Das Verwaltungsgericht in Schleswig hat entschieden, dass der für den Schleswiger Bahnhof verhängte Baustopp nicht rechtmäßig war. Die Stadt Schleswig hatte dem Eigentümer vor einem Jahr verboten, das Gebäude weiter zu einem sogenannten Event-Bahnhof umzubauen - unter anderem wegen Sorgen um die Statik. Das Bauamt der Stadt habe dafür jedoch keine Befugnis, entschieden die Richter. Zuständig für das Bahnhofsgebäude sei allein das Eisenbahn-Bundesamt. Die Stadt prüft nach Angaben einer Sprecherin, Beschwerde gegen den Beschluss einzulegen.

Investor kündigt Schadenersatz-Klage an

Der Eigentümer kündigte derweil an, die Stadt Schleswig auf Schadenersatz verklagen zu wollen. Wegen des zwölfmonatigen Baustopps habe er finanzielle Verluste, sagte der Investor, der das Gebäude Ende 2013 für knapp 182.000 Euro ersteigert hatte. Sollte zudem die DB Netz AG wegen der Verzögerungen als Mieter des Anbaus abspringen, will der Eigentümer die Stadt nach eigenen Aussagen auf insgesamt bis zu 800.000 Euro verklagen.

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Zoff um Schleswiger Bahnhof spitzt sich zu

Der Streit zwischen Investor und der Stadt Schleswig um den Bahnhof geht weiter. Die Stadt erstattete Strafanzeige gegen den Bauherren. Zudem ist ein Teil der Bauakte offenbar verschwunden. (06.03.2017) mehr

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 12.10.2017 | 12:00 Uhr

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