Stand: 20.06.2014 09:02 Uhr

Zukunft der Flughafen-Mitarbeiter ungewiss

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Insolvenzverwalter Klaus Pannen einigte sich mit dem Betriebsrat.

Was passiert mit den 93 Beschäftigten des insolventen Flughafens Lübeck? Um diese Frage ging es am Donnerstag in einem ersten Gespräch zwischen dem Insolvenzverwalter und dem Betriebsrat. "Wir haben uns geeinigt, dass vorerst keine Kündigungen ausgesprochen werden", sagte der Hamburger Anwalt Pannen. Ein am Arbeitsgericht in Lübeck eingereichter Eilantrag, um ein vorläufiges Verbot von betriebsbedingten Kündigungen zu erreichen, hat der Betriebsrat wieder zurückgenommen. Zuvor hatten Medienberichte für Verunsicherung unter den Mitarbeitern des Flughafens gesorgt, dass deren Entlassung bereits beschlossen sei.

Mitarbeiter zwischen Hoffen und Bangen

Es sind aber trotzdem weiterhin schwierige Tage für die Mitarbeiter am Flughafen Lübeck. Am Montag wurde bekannt, dass Ryanair in seinem Winterfahrplan ohne Flüge von und nach Lübeck plant. Von Ryanairs Streichung betroffen sind die Verbindungen nach Bergamo, Stockholm und Porto. Dennoch ist Insolvenzverwalter Pannen optimistisch, dass der Flughafenbetrieb eine Zukunft hat. Nach seinen Angaben liegen bereits unverbindliche Absichtserklärungen für eine Übernahme des Airports vor.

Die Zeit drängt

Allerdings drängt die Zeit - und das aus mehreren Gründen: Bis zum 30. Juni müsste der Verkauf unter Dach und Fach sein, damit die Betriebserlaubnis nicht erlischt. Vorher wäre auch noch die Zustimmung der Lübecker Bürgerschaft zum Verkauf nötig, weil das Flugplatzgelände der Stadt gehört. Noch bis Ende Juni zahlt die Bundesagentur für Arbeit das Gehalt der Mitarbeiter. Für den Juli komme das Geld dann aus der Insolvenzmasse, so Pannen.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 20.06.2014 | 09:00 Uhr