Stand: 28.05.2014 08:43 Uhr

Flüssiggasfähre für Australien

Der erste Auftrag aus Australien, die erste Fähre mit Flüssiggasantrieb - die FSG betritt Neuland.

Der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) ist ein wichtiger Auftrag ins Netz gegangen. Die Werft soll für die australische Reederei SeaRoad eine neuartige RoRo-Fähre bauen. Das Besondere: Das Schiff ist der erste Neubau der FSG, der einen umweltfreundlichen Flüssiggasantrieb (LNG) erhält. Die sogenannten LNG-Antriebe stoßen weniger Kohlendioxid als reguläre Schiffsmotoren aus, die Emission von Schwefeloxiden und Feinstaub geht gegen null. Das sei mehr als nur ein weiterer Auftrag, sagte FSG-Geschäftsführer Peter Sierk. Der Auftrag beweise auch die Innovationsfähigkeit der Werft.

Konzept wurde über Jahre entwickelt

Die Entwicklung der Fähre hat nach Angaben der Werft mehrere Jahre gedauert. Statt fest eingebauter Treibstofftanks wird das Flüssiggas in mobilen Straßentrailern an Bord gebracht. Das Be- und Entladekonzept, sowie die spezielle Verriegelung der Tanks an Deck wurden ebenfalls von der FSG entwickelt. Baubeginn soll im Herbst kommenden Jahres sein, die Ablieferung ist für das dritte Quartal 2016 vorgesehen. Die Reederei SeaRoad will das Schiff zwischen der australischen Hafenstadt Melbourne und Devonport auf Tasmanien als Allround-Transporter einsetzen. Neben rollender Ladung, Containern und Gefahrgut sollen auch lebende Tiere befördert werden.

 

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NDR 1 Welle Nord | 27.05.2014 | 22:00 Uhr