Stand: 10.11.2017 16:46 Uhr

Feuerwehr Wahlstedt in der Baustellenfalle

Die Freiwillige Feuerwehr in Wahlstedt (Kreis Segeberg) hat im wahrsten Sinne des Wortes einen Engpass. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers behindern nämlich Bauarbeiten an einer Kreuzung direkt vor der Wache die Einsatzkräfte bei der Arbeit - zumindest etwas. Die Feuerwehr warnt ihre Facebook-Freunde deshalb lieber vorsorglich, dass es bei einem Feuer dauern könnte, bis sie ankommt.

Zwei Minuten länger, wenn es brennt

Denn zwei Straßen der Kreuzung sind wegen der Baumaßnahmen seit einer Woche komplett gesperrt. Deshalb verlängern sich laut Feuerwehr die Anfahrtszeit für die Kameraden und die Ausfahrtszeit bei Notrufen um etwa zwei Minuten. Rund um die Kreuzung fehlen im Moment Parkplätze, auch das verlängert den (Fuß)-Weg der Feuerwehrmitglieder zur Wache. Laut Bürgermeister Matthias-Christian Bonse (CDU) sind die Bauarbeiten unvermeidlich. Die beiden anderen Straßen sind für den Linienbus und den Anliegerverkehr frei. Allerdings würden sich nicht alle Autofahrer an die neuen Ausschilderungen halten.

Autos sind oft im Weg

Das Hauptproblem seien eben die Autofahrer, die verbotenerweise durch die Baustellenenge fahren und damit den Weg für die Feuerwehr blockieren, sagt Gemeindewehrführer Jörg Neubauer, gibt aber auch zu - so ganz dramatisch sei die Situation nicht. Mit den Verantwortlichen der Baustelle sei man im ständigen Kontakt, sagt Jörg Neubauer. Und wenn kein Bagger im Weg steht, kommen auch die Einsatzfahrzeuge durch: "Wenn jetzt ein Baufahrzeug zur Zeit nicht besetzt ist, dann müssen wir wissen, wo der jeweilige Fahrer ist, um dann diesen Fahrer heranzuholen, damit er sein Fahrzeug entfernen kann, damit wir dann schnell ausrücken können."

"Es könnte ein wenig schneller gehen"

Auch viele andere Wahlstedter sehen das Nadelöhr und die Baustelle direkt vor der Wache als problematisch. Es gehe zwar irgendwie, sagt ein junger Radfahrer, aber wenn es irgendwo brennt, dann werde es eng. "Manchmal fährt da auch ein langsamer Bagger oder großer Lkw", ergänzen ein Mann und eine Frau, die in der Nähe ihre Büros haben. Die Stadt kritisieren sie dabei nicht scharf: "Es muss ja die Straße neu gemacht werden. Irgendwann ist alles mal "rott". Aber es könnte ein wenig schneller gehen."

Anfang Dezember alles frei

Anfang Dezember sollen die Bauarbeiten nach Angaben von Bürgermeister Matthias-Christian Bonse (CDU) abgeschlossen sein. Bis dahin müssen die Feuerwehrleute also geduldig sein und die Baustelle im Blick halten.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 10.11.2017 | 12:00 Uhr

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