Stand: 11.02.2016 19:07 Uhr

Fehmarnbelt-Tunnel soll günstiger werden

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Noch nur eine Grafik: Der Fehmarnbelt-Tunnel könnte günstiger, aber dafür später fertig werden.

Das Mammutprojekt Fehmarnbelt-Tunnel könnte nach neuesten Schätzungen etwas günstiger werden als zuletzt erwartet. Die Planer rechnen jetzt mit Baukosten in Höhe von umgerechnet etwa 6 Milliarden Euro statt wie bislang 6,9 Milliarden Euro. Weil die Baugenehmigung von deutscher Seite noch fehlt, ist aber weiter unklar, wann mit dem Bau der Verbindung zwischen Puttgarden auf Fehmarn und der dänischen Insel Lolland begonnen werden kann. Die Unsicherheit und die hohen Kosten hatten die politische Zustimmung zu dem Riesenvorhaben in Dänemark zuletzt ins Wanken gebracht. Ein Krisentreffen im Parlament glättete am Donnerstag die Wogen.

Längere Bauzeit soll die Kosten senken

Die staatliche Projektgesellschaft Femern AS will das Gesamtbudget bei einem Baustart im Jahr 2018 von 7,4 auf rund 7 Milliarden Euro senken, die reinen Baukosten auf 6 Milliarden Euro. Vor allem durch eine Verlängerung der Bauphase könnten demnach Kosten gesenkt werden. Nach den neuen Plänen könnten je nach Baubeginn 2026 oder 2028 die ersten Züge und Autos durch den Tunnel rollen. Laut dem Bericht des dänischen Fernsehsenders TV2 rechnen Politiker damit, dass der Bau erst zwischen 2028 und 2030 fertig ist.

"Ich bin in Bezug auf die Finanzierung etwas beruhigter", sagte der verkehrspolitische Sprecher der rechtspopulistischen Dansk Folkeparti, Kim Christiansen. Es sei aber harte Arbeit nötig, um die deutsche Genehmigung zu bekommen, sagte Dänemarks Verkehrsminister Hans Christian Schmidt: "Darum muss gekämpft werden."

Dänen warten auf deutschen Planfeststellungsbeschluss

Dänemark finanziert die Fehmarnbelt-Querung allein. Nach Berechnungen des Verkehrsministeriums soll der Tunnel in 36 Jahren durch eine Maut abbezahlt sein. Deutschland muss für die Bahn- und Straßenanbindung auf deutscher Seite aufkommen. Die geplante rund 18 Kilometer lange Verbindung steht aber vor allem bei Naturschützern in Deutschland in der Kritik. Gegen den Planfeststellungsbeschluss sind mehr als 3.100 Bedenken eingegangen. Er dürfte frühestens 2017 vorliegen. Klagen könnten den Prozess weiter in die Länge ziehen. "Wir werden bis zum ersten Spatenstich einige Jahre warten müssen", sagte Dänemarks früherer Verkehrsminister Magnus Heunicke von den Sozialdemokraten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 11.02.2016 | 19:00 Uhr