Stand: 09.01.2017 19:54 Uhr

Fehmarn nach dem Sturm: Es hat nicht viel gefehlt

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Fehmarns Bürgermeister Jörg Weber (M.) machte sich in Wallnau ein Bild von den Schäden.

Es hat nicht viel gefehlt auf Fehmarn: In Wallnau, im Westen der Insel, schwappte in der Sturmnacht in der vergangenen Woche die Ostsee sogar schon über die Deichkrone und lief ins Land. Auf einer Länge von gut 300 Metern ist der Deich hier stark beschädigt. An einigen Stellen ist er nur noch einen Meter dick. Direkt dahinter liegen einzelne Wohnhäuser und ein großer Campingplatz.

Fehmarns Bürgermeister Jörg Weber (SPD) hofft, dass das Land schnell die nötigen Mittel bereitstellt, um den Deich hier wieder sicher zu machen: "Der Deich muss wieder instand gesetzt werden. Zwei Drittel des Deiches sind verloren gegangen. Wir reden nicht mehr über Flickarbeiten. Da muss es ganz kurzfristig große Maßnahmen geben", so Weber. Verantwortlich ist dafür aber das Land, nicht die Kommune.

Neuer Sand für Heiligenhafen

Ein paar Kilometer weiter in Heiligenhafen machte Bürgermeister Heiko Müller (parteilos) eine erste Begehung mit Experten für Hochwasserschutz. Die Ingenieure schauten sich alle Schäden im Ort an, überschlugen grob Reparaturen und Verbesserungen. Klar ist jetzt schon: Unmengen des Sandes vom Strand sind ins Meer gespült worden. Um wieder einen sicheren und attraktiven Ort für Strandkörbe und Touristen im Sommer zu haben, braucht man in Heiligenhafen neuen Sand. Wie viel fehlt und wie teuer der neue Sand wird, steht noch nicht fest. Ihn einfach so aus dem Meer zurückzubaggern, ist aus Umweltschutzgründen nicht erlaubt.

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 09.01.2017 | 19:30 Uhr

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