Stand: 26.01.2016 14:00 Uhr

Ermittlungen nach Notarztwagen-Unfall

Viel ist nicht übrig geblieben vom VW-Bus der Kieler Berufsfeuerwehr. Das Notarzt-Einsatzfahrzeug des Rettungsdienstes war am Montag im Kieler Stadtteil Gaarden mit einem Audi zusammengestoßen und auf dem Dach gelandet. Der obere Bereich des Feuerwehr-Fahrzeugs wurde dabei komplett eingedrückt, Teile der Ausrüstung verteilten sich auf der Straße. Der Wagen ist nach Angaben der Feuerwehr nun in einer Werkstatt. Ein Gutachter entscheidet, ob das Fahrzeug möglicherweise wieder flottgemacht und in den Dienst gestellt werden kann. "Wir sind da eher skeptisch", sagte ein Sprecher der Berufsfeuerwehr.

Drei Verletzte bei Unfall mit Notarztwagen

Glück im Unglück

Bei dem Unfall auf der Kreuzung Preetzer Straße / Werftstraße waren am Montag drei Menschen leicht verletzt worden: Die beiden Verletzten der Feuerwehr, ein Notarzt und sein Fahrer, mussten die Nacht im Krankenhaus verbringen. "Am Dienstag durften sie nach Hause", sagte Martin Guttchen von der Kieler Berufsfeuerwehr. Sie hatten "Glück im Unglück". Auch der 25-Jahre alte Audifahrer war leicht verletzt worden. Wie es ihm inzwischen geht, war nicht zu erfahren.

Schuldfrage noch nicht geklärt

Nach ersten Ermittlungen der Polizei war das Notarzt-Fahrzeug während einer Einsatzfahrt bei Rot auf die Kreuzung gefahren - mit Martinshorn und Blaulicht. Der 25-jährige Autofahrer übersah laut Polizei den Wagen und fuhr ihm in die Seite. So wurde der Notarztwagen umgestoßen. Beide Fahrzeuge wurden schwer beschädigt. Wie Polizeisprecher Oliver Pohl NDR.de sagte, sei die Schuldfrage noch nicht geklärt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

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Hintergrund: Die Retter am Unfallort

Feuerwehr und Notärzte sind immer in Bereitschaft, falls irgendwo im Norden ein Unfall passiert. Wie gehen die Retter vor? Alle Infos in der Bildergalerie. Bildergalerie

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 25.01.2016 | 14:00 Uhr