Stand: 29.02.2016 20:26 Uhr

Ein Hirsch als unfreiwilliger Torhüter

Auf dem Sportplatz in Giekau im Kreis Plön trainiert normalerweise die Herrenmannschaft der "Spielvereinigung Knudde 88". Am Montagmorgen stand überraschend ein Hirsch im Tor. Das Tier hatte sich mit seinem Geweih im Netz verfangen. Der Hirsch war entsprechend nervös, als Jagdaufseher Christoph Keller und drei mutige Helfer mit scharfen Messern anrückten. Sie wollten das verängstigte Tier aus seiner Lage befreien - und schafften es auch mit vereinten Kräften. "Der Hirsch ist froh, wenn er los ist. Und wir auch", sagte Keller. Ein Rest vom Netz blieb im Geweih hängen. Der Hirsch muss es jetzt abschütteln - oder abwarten. Mitte April werfen die Hirsche ohnehin ihre Geweihe ab.

Jagdaufseher rät, die Tornetze abzubauen

"So etwas passiert häufiger", erzählte Jagdaufseher Christoph Keller: "Von Sommer 2015 bis jetzt habe ich neun Vorfälle registriert." Er führt das auf den natürlichen Spieltrieb der Tiere zurück. Dieses Mal ist es in Giekau gut ausgegangen. Aber oft werden die Hirsche nicht gefunden und erlöst, so dass sie dann an Erschöpfung sterben. Keller rät, zum Schutz der Tiere Tore und andere Netze abzubauen, wenn sie nicht gebraucht werden.

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 29.02.2016 | 19:30 Uhr