Stand: 07.12.2015 15:37 Uhr

Dräger: 200 Jobs fallen bis Ende 2016 weg

Beim Lübecker Technologie-Konzern Dräger sollen bis Ende kommenden Jahres 200 Jobs gestrichen werden. Das hat der Unternehmens-Vorstand am Montag beschlossen. Betroffen ist der Standort Lübeck, an dem es 5.000 Arbeitsplätze gibt. Ausgenommen vom Stellenabbau sind die Produktion und der Bereich Logistik. Der Stellenabbau soll in Abstimmung mit den zuständigen Gremien der Arbeitnehmer sowie der IG Metall und möglichst sozialverträglich erfolgen. Die Gespräche hierüber werden in Kürze beginnen, teilte das Unternehmen mit.

Dräger: Mit kleinem Ventil fängt alles an

Mehr Umsatz, aber weniger Gewinn

Die Kosten für die erforderlichen Maßnahmen belaufen sich auf einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag. Weitere Einsparungen sind nach Angaben eines Sprechers geplant. Dräger will die Verwaltung schlanker machen und seine Bereiche Sicherheit und Medizin zusammenlegen. Grund: Obwohl die Umsätze weiter steigen, sinken die Gewinne. Auch wenn Dräger am Ende dieses Jahres wohl schwarze Zahlen schreiben wird, will sich das Unternehmen für den internationalen Markt wettbewerbsfähiger machen.

Dräger in 190 Ländern vertreten

Der Weltkonzern beschäftigt weltweit nach eigenen Angaben aktuell rund 13.500 Menschen. Hauptsächlich produziert Dräger in Lübeck - aber auch in China, Großbritannien, in den USA und in Südafrika fertigt das Unternehmen seine Produkte. Insgesamt ist die Firma in mehr als 190 Ländern vertreten. Unter dem Dach von Dräger arbeiten die als selbstständige Gesellschaften gegründeten Geschäfts-Sparten Medizintechnik (Medical) und Sicherheitstechnik (Safety). Den Bereich Luft- und Raumfahrttechnik hatte Dräger 2003 an die britische Cobham Gruppe verkauft.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 07.12.2015 | 15:00 Uhr