Stand: 24.03.2016 20:08 Uhr

Die Uhr tickt für den Lübecker Flughafen

Nur noch bis Mitte April verfügt der Lübecker Flughafen laut Insolvenzverwalter Klaus Pannen über ausreichend Geld, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Aktuell verhandele er mit "zwei ernsthaften Investoren", die Interesse an einer Übernahme des Unternehmens hätten, sagte er. Einer der Investoren will in Lübeck Flugzeuge abwracken. Doch ob es bis Mitte April zu einem Abschluss kommt, ist offen. Deshalb wünscht sich Pannen von der Stadt eine Art Überbrückungsgeld - 200.000 Euro, um den Flughafen am Laufen zu halten, bis er verkauft ist. Das alles erklärte Pannen am Donnerstag nach der Sondersitzung des Hauptausschusses der Bürgerschaft der Stadt Lübeck.

Investor will Finanzierungskonzept erstellen

Kommentar

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Der Hauptausschuss-Vorsitzende Jan Lindenau (SPD) sagte, nach Angaben Pannens bemühe sich ein Investor, kurzfristig ein Finanzierungskonzept auf die Beine zu stellen. "Wenn das belastbar ist, dann ist ein neuer Investor gefunden", sagte Andreas Zander von der CDU. Anfang April werde es dann eine Sondersitzung der Bürgerschaft geben, in der auch über mögliche Übergangszahlungen der Stadt beraten werde, sagte Lindenau.

Letzte Airline verlässt Lübeck im April

Pannen sucht seit Monaten nach Interessenten für den Flughafen. Der Airport hatte nach dem Rückzug des chinesischen Investors Chen Yongquiang im September 2015 zum zweiten Mal Insolvenz anmelden müssen. In der vergangenen Woche hatte die Fluglinie Wizzair bekannt gegeben, dass sie alle Flüge von und nach Lübeck ab Mitte April nach Hamburg verlegt. Damit verlässt die letzte verbliebene Airline den Lübecker Flughafen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 24.03.2016 | 22:00 Uhr