Stand: 11.02.2016 16:30 Uhr

Dauerregen: Straßen und Felder unter Wasser

Randvolle Flüsse, Wiesen und Felder, auf denen das Wasser steht, überschwemmte Straßen und Keller - der Regen der vergangenen Tage wird in Teilen Schleswig-Holsteins zum Problem. Keller müssen leergepumpt werden, Menschen kommen nur noch in Gummistiefeln zu ihren Häusern und die Bauern fürchten um ihre Ernte.

Hohe Pegelstände, nasse Felder

Stör und Treene über Ufer getreten

Viele Flusspegelstände sind weit höher als normal. "Wir haben zu viel Wasser, aber noch keine großen Gefahren", sagte Oberdeichgraf Heinrich Marx vom Eider-Treene-Verband. Flüsse wie Treene und Stör sind über die Ufer getreten. Das Wasser steht auf Feldern und Wiesen. In Kellinghusen hat sich das Grundwasser hochgedrückt und Teile der Birkenallee überflutet. Auch in der Wilstermarsch (Kreis Steinburg), wo 80 Prozent des Gebiets sehr niedrig liegen, sind die Pegelstände hoch, auch wenn sie noch unter der kritischen Marke von fünf Metern in der Wilsterau liegen. Die Pumpen dort laufen auf Hochtouren. Für den Fall, dass eine Pumpe ausfallen sollte, stehen laut Klaus Peter Krey vom Deich- und Hauptsielverband zwei Katastrophenpumpen zur Verfügung.

Nass bis auf den Halm

Kirstin Hess vom Bauernverband Schleswig-Holstein sorgt sich um Raps, Weizen und Gerste. Alles was derzeit auf den Feldern stehe, sei gefährdet, sagt sie. Besonders problematisch ist die Situation aus ihrer Sicht in Nordfriesland, Dithmarschen und dem Kreis Schleswig-Flensburg. Neben den starken Regenfällen seien teils auch veraltete Drainagen dafür verantwortlich, dass die Wassermassen nicht von den Feldern abfließen könnten.

Weiter Schauer im Norden

Der Landesbetrieb für Küstenschutz sieht ein weiteres Problem: Die Wassermassen schaffen es nicht während der Ebbe in die Nordsee abzufließen. Hinter den Sielen läuft so immer mehr Wasser auf. Das Problem könnte sich in den kommenden Tagen verschärfen. Die Schauer im Norden sollen wieder kräftiger werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 11.02.2016 | 14:30 Uhr