Stand: 01.03.2016 19:05 Uhr

Binnenschiff verkeilt sich unter Stör-Brücke

Eigentlich wollte die Besatzung des Getreidefrachters "Stör" auf dem gleichnamigen Fluss in Itzehoe (Kreis Steinburg) am Montagabend einfach nur drehen und dann am Anleger festmachen. Doch dabei ging etwas schief: Das 80 Meter lange Schiff ist mit sechs Knoten unter die Eisenbahnbrücke gefahren, verkeilte sich dort. Dabei riss das Deckshaus der "Stör" ab. Nach Angaben der Polizei war die Ursache vermutlich ein technischer Defekt. Bei dem Unfall wurde niemand verletzt.

Bahnverkehr für zwei Stunden unterbrochen

Wie stark die Eisenbahnbrücke beim Aufprall beschädigt wurde, war zunächst unklar. Die Bundespolizei sperrte deshalb sicherheitshalber das Bauwerk - betroffen davon war die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Westerland auf Sylt. Ein Sachverständiger untersuchte die Brücke. Das Ergebnis nach etwa zwei Stunden: Schäden gibt es, aber die sind kein Problem für die Sicherheit des Bahnverkehrs - die Züge konnten wieder rollen.

Mit Notruderanlage an den Anleger

Das Schiff kam mit Einsetzen des Niedrigwassers wieder frei. Mit der Notruderanlage steuert der Kapitän das Schiff zum Anleger am Hafen Itzehoe. Jetzt soll es so schnell wie möglich repariert werden. Wie schnell ein Führerhaus gebaut werden kann, ist noch offen. Auch die Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Schleswig-Holstein 18:00 | 01.03.2016 | 18:00 Uhr