Stand: 21.12.2016 19:21 Uhr

Artenschutz: Der Fischotter ist in SH zurück

Fischotter waren in Schleswig-Holstein fast ausgerottet. Doch der Bestand hat sich erholt und in den vergangenen sieben Jahren sogar vervierfacht. Derzeit leben 195 Otter im nördlichsten Bundesland. Viele Tiere sind aus Mecklenburg-Vorpommern und Dänemark zugewandert. Sie bleiben gerne, weil sie sich Dank neu angelegter Trockentunnel und Uferstreifen gut entwickeln können. Die Otter sind ein Beispiel dafür, wie gut Artenschutz in Schleswig-Holstein funktionieren kann. Nachzulesen ist es im "Jahresbericht 2016 zur biologischen Vielfalt - Jagd- und Artenschutz", den Umweltminister Robert Habeck (Grüne) am Mittwoch vorgestellt hat. Schleswig-Holstein investierte im laufenden Jahr etwa 20 Millionen Euro in Natur- und Artenschutzprojekte.

Gute und schlechte Nachrichten aus dem Tierreich

Immer weniger Grünflächen

Trotz der guten Nachrichten stellte Habeck fest: "Insgesamt geht es den Arten schlecht." Der Artenschutz stehe stark unter Druck. Rebhühner, Fasane, Schwarzstörche und Wiesenweiher gibt es weiterhin zu wenige. Grund sei meistens der Mensch. So nutzt die Landwirtschaft laut Minister manche Flächen zu intensiv.

Der Bericht erfasst auch die Biotope im Land - allerdings gibt es auch hier schlechte Nachrichten: Es gibt immer weniger Dauergrünland, das besonders arten- und strukturreich ist. Mittlerweile sind es nur noch etwa 7.000 Hektar. Besonders ist das Feuchtgrünland gefährdet - hier wachsen Wiesen-Schaumkraut, Sumpfdotterblume und Blutroter Storchschnabel. Die Wildbestände wurden ebenfalls erfasst. Schwarzwild, Rotwild und Niederwild sind zahlreich vertreten.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 21.12.2016 | 17:00 Uhr

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