Stand: 05.06.2017 16:48 Uhr

31 Jachten auf dem Weg nach Edinburgh

Zum Abschluss der Nordseewoche im Hochseesegeln vor Helgoland sind am Pfingstmontag 25 Jachten zur
Langstrecken-Segelregatta von Helgoland nach Edinburgh aufgebrochen. Das Rennen ist der Höhepunkt der viertägigen Veranstaltung. Die Jachten werden drei bis fünf Tage unterwegs sein, bis sie den Hafen Granton in Schottland erreichen. Die Strecke über 400 Seemeilen (rund 800 Kilometer) verlangt den Crews viel ab.

Hochseecracks vor Helgoland

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Mehr als 1.500 Segler liefern sich auf der Nordseewoche zahlreiche Regatten.

Insgesamt nahmen rund 1.500 Segler auf 131 Jachten an Deutschlands einziger Hochseeregatta teil. Profis hissten hier genauso die Segel wie die Amateure. Am Sonntag starteten 100 Jachten beim Capitell Cup Rund Helgoland. Hier segelten die Crews einmal um die Insel, bevor am Nachmittag die Zieleinläufe direkt vor der Hafenmole am Südhafen stattfanden. Den Teilnehmern bot sich nach einem wolkenverhangenen Start schon bald blauer Himmel und perfekter Segelwind um vier Beaufort aus nordwestlichen Richtungen. "Unterwegs gab es trotz der vielen Teilnehmer keine größeren Probleme", freute sich Wettfahrtleiter Albert Schweizer nach der Regatta.

Freitag früh die Elbe hinunter

Traditionell war das Event am Freitag mit der Zubringerregatta von Wedel nach Cuxhaven gestartet worden. Wer dabei sein wollte, musste früh aufstehen: Die erste Wettfahrt startete bereits um 9 Uhr vor den Toren des Jachthafens Wedel. Insgesamt 19 Crews nahmen an der Wettfahrt teil und segelten in dem anspruchsvollen Revier mit starker Strömung und intensiver Großschifffahrt die Elbe hinunter. Anschließend ging es nach Helgoland weiter. Mit der "Milan" traf das erste Regattaschiff in der Nacht zum Sonnabend im Rahmen der Sundowner Regatta ein. Nur knapp unter vier Stunden brauchte die 20 Meter lange Segeljacht mit Skipper Uwe Lebens trotz relativ schwachem Wind für die etwa 35 Seemeilen lange Strecke von Cuxhaven nach Helgoland. Das Sundowner Rennen durch die Nacht gilt als besonderes Highlight der Nordseewoche.

Sternfahrt nach Helgoland mit leichtem Wind

Am Tag wurden unter anderem von Wilhelmshaven, Bremerhaven und aus dem Watt vor Hallig Hoge Zubringerregatten gestartet. Sie bildeten eine Sternfahrt nach Helgoland. Anschließend folgten Wettfahrten rund um die Nordseeinsel. Allerdings wurden die Teams zum Teil auf harte Geduldsproben gestellt. Schon am Morgen hatte Wetterberater Meeno Schrader angekündigt, dass der ohnehin nur leichte Wind vom Vormittag sich im Verlauf des Tages weiter legen würde.

Einfache Regatten auch für Amateur-Segler

Auch für Segler, die sich nicht als Hochseecracks bezeichnen würden, gab es in diesem Jahr vereinfachte Regattaformen. Insgesamt 39 Schiffe starteten im Familiy Cruiser Cup (FCC) oder den erstmals stattfindenden ORC Club Challenge Helgoland. Jachten, die in diesen Klassen starten, brauchen keine Spinnacker oder andere große Vorsegel und beim FCC nicht einmal eine Regatta-Vermessung. "Wir möchten dadurch die Hürden für den Einstieg in den Regattasport so niedrig wie möglich halten", erklärte Nordseewoche-Pressesprecher Hinnerk Weiler.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 04.06.2017 | 14:00 Uhr

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