Stand: 22.02.2016 18:17 Uhr

15.000 Euro: Zahlen Eltern Einsatz an Schule?

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Etwa 90 Rettungskräfte waren am Montag an der Gettorfer Schule im Einsatz.

Für den Großeinsatz von Feuerwehren und Rettungsdiensten an einer Schule in Gettorf im Kreis Rendsburg-Eckernförde könnte eine Schülerin verantwortlich sein. Laut Polizeisprecher Sönke Hinrichs soll das Mädchen am Montag dabei beobachtet worden sein, wie es Pfefferspray versprühte. Bestätigt sich der Verdacht, kommt auf die Eltern einiges zu. Die Feuerwehr werde eine Rechnung schreiben, sagte Sprecher Siegfried Brien. Er schätzte die Kosten für den Einsatz mit 90 Rettungskräften auf etwa 15.000 Euro. Auch die gesetzliche Unfallversicherung, die die Behandlung der verletzten Schüler bezahlt, könnte nach Angaben der Provinzial Nord Regressansprüche stellen, wenn die mutmaßliche Verursacherin vorsätzlich gehandelt hat. Außerdem ermittelt die Polizei wegen Körperverletzung.

Vier Schüler müssen ins Krankenhaus

An der Isarnwohld-Schule hatten am Vormittag mehr als 100 Schüler über Atemwegsreizungen geklagt - vier von ihnen mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Alle anderen Betroffenen, die über Husten, tränende Augen und ein Brennen in der Lunge klagten, versorgten Notärzte und Sanitäter in der Sporthalle der Schule. Die Feuerwehr lüftete das zwischenzeitlich geräumte Gebäude und gab es nach etwa einer Stunde wieder für den Unterricht frei. Eine Blutspende-Aktion des Deutschen Roten Kreuzes konnte in der Schule am Nachmittag wie geplant stattfinden. Ein Labor in Hamburg ist damit beauftragt zu prüfen, welche Substanz genau in der Schule versprüht wurde.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 22.02.2016 | 22:00 Uhr