Stand: 11.01.2016 16:03 Uhr

Zahl ankommender Flüchtlinge weiter rückläufig

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Mecklenburg-Vorpommern hat zwei Erstaufnahmestellen, in denen Flüchtlinge Asyl beantragen können. (Archivbild)

Die Zahl der Flüchtlinge, die nach Mecklenburg-Vorpommern kommen, ist weiter zurückgegangen. Das hat das Innenministerium mitgeteilt. Etwa 50 bis 60 neue Asylbewerber kommen zur Zeit täglich im Land an.

Seit Jahresbeginn 550 Flüchtlinge

Insgesamt sind seit Beginn des neuen Jahres bislang rund 550 Asylbewerber angekommen - und damit deutlich weniger als in den letzten Monaten des Jahres 2015. Sie werden in Stern-Buchholz und in Horst registriert und können auch dort ihre Asylanträge stellen. Anschließend kommen sie in die Aufnahmestellen nach Fünfeichen und Basepohl. Von dort werden sie auf die Kommunen verteilt, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums NDR 1 Radio MV.

Viele Menschen aus Syrien, der Ukraine und Albanien

Im vergangenen Jahr zählte das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fast 19.000 Erstanträge auf Asyl in Mecklenburg-Vorpommern, im Jahr zuvor waren es mit rund 4.400 deutlich weniger. Die deutlich größte Anzahl mit mehr als 12.000 kam aus Syrien. Danach folgten Menschen aus der Ukraine, Albanien und Afghanistan. In fast 1.900 Fällen wurde Anträge abgelehnt und die Menschen zurückgeschickt. Mehr als 10.000 Asylverfahren sind im Nordosten noch nicht entschieden. Im Schnitt dauerte eine Entscheidung laut Bundesamt in Mecklenburg-Vorpommern knapp drei Monate und damit nur halb so lang wie im Bundesschnitt.

Schnelle Antragstellung in zwei "Bearbeitungsstrecken"

In Mecklenburg-Vorpommern müssen Flüchtlinge nach ihrer Ankunft nicht lange warten, bis sie ihren Asylantrag stellen können. In anderen Bundesländern kann das Monate dauern. Im Oktober hatte das Bundesamt eine zweite "Bearbeitungsstrecke" für die Entgegennahme von Asylanträgen in Betrieb genommen. Dadurch stieg die Kapazität von 100 auf 300 Anträge pro Tag.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 11.01.2016 | 14:00 Uhr