Stand: 30.06.2017 08:29 Uhr

Wismar hält an Bettensteuer fest

Die Stadtverwaltung von Wismar will an der Bettensteuer für Hotels und Pensionen festhalten. Das hat am Donnerstagabend die Bürgerschaft entschieden. Ursprünglich war geplant, die Übernachtungssteuer in einem Testlauf nur bis Ende 2018 zu erheben.

Zahl der Gäste trotz Bettensteuer gestiegen

Der Testlauf habe die Erwartungen übertroffen, hieß es von der Verwaltung. Gut 360.000 Euro seien durch die Bettensteuer im vergangenen Jahr in die Stadtkasse geflossen, mehr als angenommen. Mit den zusätzlichen Einnahmen habe man künftig bessere Planungssicherheit für den Haushalt. Laut Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) ist in der Testphase die Zahl der Übernachtungsgäste sogar noch um fünf Prozent gestiegen.

Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts steht noch aus

Kritik kam dagegen von der Fraktion FDP/Grüne. Sie bemängelte, dass die Steuer nur eine Branche im Tourismussektor treffe. Gäste, die nicht in Wismar übernachten, müssten nicht zahlen. Ein Hotel der Stadt hat bereits gegen die Bettensteuer geklagt. Eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts in Greifswald steht aber noch aus.

Weitere Informationen

Magere Bilanz für Bettensteuer in Schwerin

Fünf Prozent Aufschlag muss ein Übernachtungsgast in Schwerin seit Mai 2014 bezahlen: Die Bettensteuer sollte der klammen Landeshauptstadt 300.000 Euro einbringen. Die Bilanz fällt geringer aus. (22.07.2015) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 30.06.2017 | 07:00 Uhr

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