Stand: 31.01.2016 12:01 Uhr

Weniger neu registrierte Flüchtlinge im Januar

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Die Notunterkünfte des Landes werden nach Angaben des Innenministeriums nicht mehr genutzt. (Archivbild)

Im Januar 2016 wurden in Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Innenministeriums 1.800 Flüchtlinge neu registriert. Das sind mehr als zu Beginn des vergangenen Jahres, aber deutlich weniger als von Oktober bis Dezember 2015. In diesem Zeitraum kamen monatlich rund 4.000 Menschen nach Mecklenburg-Vorpommern. Bis zum Jahresende waren rund 23.000 Asylbewerber registriert. Derzeit gibt es keine Angaben dazu, wie viele Flüchtlinge langfristig im Land bleiben. Auch eine Prognose zur erwarteten Gesamtzahl für das Jahr 2016 gibt die Landesregierung nicht ab.

Caffier erwartet Entlastung durch Asylpaket II

Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und Innenminister Lorenz Caffier (CDU) fordern eine Begrenzung der Flüchtlingszahlen. Beim Parteitag der Landes-CDU am Sonnabend in Neubrandenburg hatte Caffier gefordert, das Asylrecht konsequent umzusetzen. Auch die Bearbeitung von Asylanträgen müsse beschleunigt werden. "Vor allem müssen wir Abschiebungen schneller und umfangreicher durchführen", sagte der Innenminister.

Am Donnerstag hatte sich die Bundesregierung auf ein neues Asylpaket geeinigt, in dem unter anderem der Familiennachzug für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutz begrenzt wird. Innenminister Caffier erhofft sich von der neuen Regelung eine Entlastung für die Kommunen. Außerdem sollen Asylbewerber aus sicheren Herkunftsstaaten künftig in neuen Aufnahmeeinrichtungen untergebracht werden. Für sie gilt gleichzeitig Residenzpflicht. Wenn ihr Asylantrag dann abgelehnt wird, könnten sie leichter abgeschoben werden, betonte der Innenminister. Auch Ministerpräsident Sellering begrüßte die Vereinbarungen zum Asylpaket II. Flüchtlingen, die in ihrer Heimat Krieg, Gewalt und Verfolgung ausgesetzt sind, müsse geholfen werden, sagte Sellering. "Aber das geht nicht in dieser Größenordnung", so der Ministerpräsident.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 31.01.2016 | 11:00 Uhr