Stand: 19.09.2017 07:59 Uhr

Warnstreik am Sana-Hanse-Klinikum in Wismar

Rund 70 Angestellte des Sana-Hanse-Klinikums in Wismar sind am Dienstagmorgen in den Warnstreik getreten. Sie verlangen von der Geschäftsführung einen neuen Tarifvertrag, der das Personal entlastet.

Gewerkschaft: "Überlastung ist unerträglich"

Laut Gewerkschaft ver.di, die den Streik organisiert, ist das Klinikpersonal am Limit. Die Überlastung sei unerträglich. Ein neuer Tarifvertrag für rund 740 Beschäftigte soll die Arbeitsbedingungen neu regeln, unter anderem mit einer Personaluntergrenze im Pflegebereich. Mitarbeiter dürften nicht mehr in ihrer Freizeit an den Arbeitsplatz gerufen werden. Auch sollten Auszubildende nicht mehr herangezogen werden, um Personalengpässe auszugleichen.

Notfallversorgung gesichert

Gestreikt wird bis 16 Uhr unter anderem in der Radiologie und im Zentral-OP. Geplante Operationen fallen aus und werden verschoben, die Versorgung im Notfall ist laut Gewerkschaft aber abgesichert. Die Geschäftsführung des Sana-Hanse-Klinikums kritisiert, dass ver.di mit dem Streik die Tarifverhandlungen erzwingen wolle.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 19.09.2017 | 07:30 Uhr

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