Stand: 19.03.2016 13:56 Uhr

Usedoms Küstenwald ist "Waldgebiet des Jahres"

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Mit rund 60 Prozent ist die Kiefer die Hauptbaumart im Usedomer Küstenwald.

Der Küstenwald auf Usedom ist das "Waldgebiet des Jahres 2016". Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) hat die Auszeichnung am Sonnabend an das Forstamt Neu Pudagla überreicht. Mehr als 100 Gäste nahmen an der Festveranstaltung teil.

Vorbildliche Balance von Nutzung und Schutz

Der Bundesvorsitzende des Bundes Deutscher Forstleute, Hans Jacobs, würdigte den Ausgleich der unterschiedlichsten Interessen zwischen Waldschutz und Waldnutzung. Es sei vorbildlich, wie es die Forstleute im Küstenwald Usedom schafften, nachhaltig und ökologisch zu wirtschaften. Zudem gelinge es, den hohen Besucherdruck durch zahlreiche Touristen mit dem Küstenschutz, dem Naturschutz und der forstlichen Nutzung in Einklang zu bringen.

50 Baumarten auf 5.000 Hektar

Der Wald erstreckt sich vom Peenemünder Haken im Norden der Insel bis zum polnischen Teil Usedoms im Süden. Das Gebiet umfasst auf der deutschen Seite rund 5.000 Hektar. Artenvielfalt ist dem BDF zufolge im Küstenwald Usedom oberstes Prinzip. So befinden sich dort 55 Hektar Feuchtbiotope, 54 Hektar Altbauminseln ohne spätere Nutzung und 31 Hektar Waldwiesen. Etwa 50 Baumarten sind in dem Wald vertreten. Am häufigsten ist die Kiefer mit etwa 60 Prozent, gefolgt von Rotbuche (12 Prozent) und Erle (7 Prozent).

Backhaus sieht Auszeichnung als Bestätigung

Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) sieht die Auszeichnung als eine Bestätigung der Arbeit der Forstleute. Der Küstenwald auf Usedom besteche vor allem durch seine Nähe zum Meer, sagte Backhaus. Seine besondere Lage habe dazu geführt, dass hier, wie in kaum einem anderen Wald, Naturschutz, Küstenschutz sowie touristische und forstliche Nutzungsinteressen beispielhaft miteinander in Einklang stehen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 19.03.2016 | 16:00 Uhr