Stand: 08.01.2016 11:27 Uhr

Unfall-Statistik: Häufig sind es junge Autofahrer

Bild vergrößern
2015 kamen bei Verkehrsunfällen 93 Menschen ums Leben. Innenminister Caffier will diese Zahl weiter senken.

Auf den Straßen des Landes sind im vergangenen Jahr 93 Menschen ums Leben gekommen, einer mehr als im Jahr davor. Wie das Innenministerium am Freitag in Schwerin mitteilte, wurden laut der vorläufigen Statistik der Landespolizei allein in den Monaten Januar und Dezember des Vorjahres insgesamt 22 Verkehrsteilnehmer getötet. Vor allem jüngere Autofahrer im Alter von 18-24 Jahren gehören zur Hauptrisikogruppe im Straßenverkehr.

Viele junge Autofahrer unter den Verunglückten

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) zeigte sich besorgt über die hohe Zahl junger Unfall-Verursacher. Allein zwölf junge Autofahrer haben laut Statistik im vergangenen Jahr tödliche Unfälle verursacht, im Vorjahr waren es nur fünf. Das zeige, dass eine realistische Selbsteinschätzung über die Fähigkeiten zur Teilnahme am Straßenverkehr besonders wichtig sei, so Caffier.

Caffier kündigt persönliches Engagement an

Caffier kündigte an, im Februar mit Berufsschülern im Rahmen des Präventionsprojektes "Crash-Kurs" über das Thema sprechen zu wollen. In dem für Schulen entwickelten Programm, bei dem Eltern über den Verlust ihrer bei Unfällen getöteten Kinder oder Feuerwehrleute über Einsätze bei schweren Unfällen berichten, werden Fahranfänger direkt und ungeschönt mit möglichen Unfallfolgen konfrontiert. Die Schilderungen machten nachdenklich und beeinflussten bei vielen Jugendlichen das spätere Verhalten am Steuer, zeigte sich Caffier überzeugt.

2013 nur 80 Verkehrstote, Tendenz seitdem steigend

Die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle war im Nordosten nach dem Höchststand im Jahre 1991 mit 624 kontinuierlich gesunken und hatte 2013 mit 80 Verkehrstoten ihren bisherigen Tiefststand erreicht. Seither geht die Tendenz wieder leicht nach oben. Auch die Anzahl der Schwerverletzten stieg leicht um etwa sechs Prozent, die der Leichtverletzten um etwa sieben Prozent zum Vergleichszeitraum 2014.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 08.01.2016 | 14:00 Uhr