Stand: 29.08.2017 16:08 Uhr

Tourismusbilanz: Leere Strände, volle Städte

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Ein seltenes Bild in diesem Jahr. Volle Strände gab es kaum, dafür volle Innenstädte.

Schätzungsweise 500.000 Übernachtungen weniger in den Monaten Juli und August gab es in Mecklenburg-Vorpommern gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr. Das lag zu einem Großteil am Wetter: Spontanurlauber blieben aus, Hotels mussten eine Reihe von Stornierungen hinnehmen. Insgesamt aber gab es aber im ersten Halbjahr ein Plus von knapp einem Prozent bei den Übernachtungen. Wirtschaftsminister Harry Glawe zeigte sich bei der Vorstellung der Zahlen zufrieden und rechnet bis zum Ende des Jahres mit einem neuen Rekord von 30,5 Millionen Übernachtungen für 2017.

Menschen am Strand

Tourismus-Plus auch bei schlechtem Wetter

Nordmagazin -

Trotz des schlechten Sommerwetters gibt es ein Plus in Mecklenburg-Vorpommerns Tourismusbilanz: Statt an den Strand zieht es die Besucher dann in Museen und Erlebnisparks.

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Wetter und Staus schrecken Urlauber ab

Der Vorsitzende des Tourismusverbandes, Wolfgang Waldmüller, sieht die Lage nicht ganz so optimistisch. Er wies darauf hin, dass die Zahl der Übernachtungen bundesweit mit gut drei Prozent deutlich stärker zugelegt habe als in Mecklenburg-Vorpommern. Auch wenn die Tourismusbranche im Land besser geworden sei, gerade der Sommer sei kein Selbstläufer, hier gebe es viel Wettbewerb. Dies bestätigte auch der Vizepräsident des Hotel- und Gaststättenverbandes, Jörg Pommerening. Die Saison sei nicht unbedingt ein Erfolg gewesen. Gründe hierfür seien nicht nur das Wetter, sondern auch Staus in den Urlaubsgebieten.

Deutlich mehr Übernachtungen in den Städten

Deutliche Zuwächse bei den Übernachtungen gab es bei allen Städten im Land, ganz vorne Wismar mit einem Plus von 15 Prozent. In den Regionen haben vor allem die Mecklenburgische Seenplatte und die Mecklenburgische Schweiz gewonnen, sie verzeichnen plus sieben Prozent. Weiter gestiegen sind auch die Übernachtungszahlen für Usedom, ein deutliches Minus aber für Fischland-Darß-Zingst. Auch auf Rügen gab es etwas weniger Übernachtungen. Insgesamt gab es an der gesamten Ostseeküste im Land weniger Übernachtungen.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 29.08.2017 | 16:00 Uhr

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