Stand: 21.03.2016 07:47 Uhr

"Tag des Waldes": Wälder in MV stabil

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Trotz des Nachhaltigkeitsgrundsatzes prüft Minister Backhaus, ob in der Landesforst-Anstalt der Einschlag etwas reduziert werden muss.

Der heutige "Internationale Tag des Waldes" soll auf die globale Waldzerstörung aufmerksam machen. Knapp ein Drittel Deutschlands ist mit Wald bedeckt. Mecklenburg- Vorpommern gilt als waldarmes Land.

Stabile Wälder mit etwa 50 Prozent Laubbäumen

Nur 24 Prozent der Landesfläche sind mit Wald bedeckt - das sind insgesamt rund 600.000 Hektar. Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) bescheinigt dem Wald in Mecklenburg-Vorpommern einen guten Zustand: Dem Wald gehe es so gut nie wie seit der Wende, sagte er NDR 1 Radio MV. Die Wälder sind nach seinen Worten stabil und die Altersstruktur gut durchmischt. Der Laubholzanteil liege inzwischen bei rund der Hälfte.

Artenvielfalt in Schutzgebieten

Mit den Großschutzgebieten wie den Nationalparks und den Weltnaturerbe-Flächen seien Gebiete unter "Nullnutzung" gestellt worden, so der Landwirtschaftsminister: "Es findet dort kein wirtschaftlicher Nutzen mehr statt und dadurch kommen wir zu einer Stabilität der Artenvielfalt."

Es wird nur so viel Holz geschlagen wie nachwächst

Gleichzeitig wies Backhaus Kritik zurück, dass zu viel abgeholzt werde. Im Land gelte der Nachhaltigkeitsgrundsatz, demzufolge nur so viel Holz geschlagen wird wie nachwächst. Außerdem existiere immer eine Reserve. Dennoch prüfe er, ob der Einschlag bei der Landesforst-Anstalt reduziert werden müsse.

Morgen stellt der Landwirtschaftsminister den Landesforstbericht vor. Darin werden die aktuelle Lage der Fortwirtschaft und der Zustand der Wälder im Land beschrieben. Erst am Wochenende war der Usedomer Küstenwald als Waldgebiet des Jahres ausgezeichnet worden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 21.03.2016 | 06:00 Uhr