Stand: 11.05.2017 07:38 Uhr

Suspendierte Lehrerin: Konsequenzen gefordert

Die Linksfraktion hat weitergehende Konsequenzen im Fall der suspendierten Lehrerin einer Schule in Vellahn (Landkreis Ludwigslust-Parchim) gefordert. Die Frau müsse aus dem Schuldienst entlassen werden, sagte die Fraktionsvorsitzende Simone Oldenburg. Die Lehrerin hatte nach NDR Informationen am vergangenen Wochenende aktiv an einer Neo-Nazi-Demonstration in Boizenburg mitgewirkt.

Linke fordert Entlassung

Am Wochenende waren rund 60 Rechtsextremisten und Neonazis durch die Stadt an der Elbe gezogen. Die Lehrerin trug dabei ein Banner mit Nazi-Parolen und hielt eine Rede, in der sie fremdenfeindliche Töne anschlug und für Internet-Seiten warb, die rassistische und verschwörungstheoretische Inhalte verbreiten. Oldenburg sagte, das habe mit den Werten unter anderem des Schulgesetzes nichts zu tun, die Frau stehe offenbar nicht auf dem Boden des Grundgesetzes und müsse entlassen werden.

Bürgermeister entsetzt

Im Lehrer-Kollegium in Vellahn war die teilzeitbeschäftigte Pädagogin wegen ähnlicher Dinge schon aufgefallen. Sie hatte bereits 2015 an fremdenfeindlichen Kundgebungen teilgenommen, das sei aber als Privatsache angesehen worden, hieß es. Vellahns Bürgermeister Ulrich Stein sagte, es sei für ihn schwer vorstellbar, dass eine Lehrkraft, die auch noch Grundschüler unterrichte, solch eine Haltung habe. Das Bildungsministerium will die Angelegenheit weiter aufklären. Um einen geordneten Schulbetrieb zu garantieren, sei die Lehrerin bis auf Weiteres suspendiert.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 11.05.2017 | 05:30 Uhr

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