Stand: 11.07.2015 10:23 Uhr

Spekulationen nach "Geldregen" in Mirow

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Fest steht bisher nur: Um Falschgeld handelt es sich bei den Scheinen nicht. (Archivbild)

In Mirow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) sorgt ein ungewöhnlicher Fund für Spekulationen. Bereits am vergangenen Sonnabend hatten Spaziergänger auf dem Gelände des Campingplatzes zufällig 50-Euro-Scheine bemerkt, die aus einer Baumkrone fielen. Am Sonnabend stellte sich heraus: Ein bislang Unbekannter hatte 200.000 Euro dort versteckt. Der Bürgermeister der Stadt, Karlo Schmettau, bestätigte den Fund im Interview mit NDR 1 Radio MV. "Hier gibt es ordentliche und ehrliche Bürger und die haben sofort die Polizei informiert", sagte Schmettau.

Geldregen: 50-Euro-Scheine liegen auf einer Wiese in Mirow

Ungewöhnlicher "Geldregen" in Mirow

Nordmagazin -

In Mirow ging ein ungewöhnlicher Regen auf Passanten nieder: 50-Euro-Scheine flatterten aus einer Eiche. Offenbar hatte ein Mann dort 200.000 Euro vor seiner Ehefrau versteckt.

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Hitze sorgte für "Geldregen"

Es folgte ein Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr: Sie entdeckte daraufhin in fast 13 Metern Höhe eine Einkaufstasche mit der Summe in 50-Euro-Scheinen. Die Tasche war mit einem Plastikrohr zwischen zwei Ästen aufgehängt. Das Rohr hatte der Besitzer des Geldes mit Schlauchband im Baum befestigt. Durch die Hitze am Wochenende habe sich das Rohr dann verformt und geöffnet, erklärte der Bürgermeister im Interview. Das Ergebnis: Das Geld "regnete" auf den Boden.

Gerüchte um mutmaßlichen Besitzer

Jetzt laufen die Ermittlungen zu dem seltsamen Fund. Bei der Polizei in Neubrandenburg hat sich ein Mann gemeldet, der behauptet, der Besitzer des Geldes zu sein. Dieser muss nach Angaben der Polizei jedoch erst noch beweisen, dass es sich tatsächlich um sein Eigentum handelt. Ihm sollen die Kanustation und der dazugehörige Campingplatz in Mirow gehören und damit auch das Gelände, auf dem das Geld gefunden wurde. Gerüchten im Ort zufolge steht das Geld mit einem Ehestreit des Mannes in Verbindung. Er soll die Summe vor seiner Frau versteckt haben.

Zusammenhang mit Brand in Einfamilienhaus?

Möglicherweise gibt es auch einen Zusammenhang mit einem Brand in Mirow. Am Morgen hatte im Ort ein Einfamilienhaus in Flammen gestanden. Es entstand ein Schaden von 150.000 Euro. Der Bürgermeister bestätigte gegenüber NDR 1 Radio MV, dass es sich beim Besitzer des Campingplatzes auch um den Eigentümer des Wohnhauses handelt. Die Polizei hat sich zu diesem möglichen Zusammenhang bisher nicht geäußert.

Drei Prozent Finderlohn in Aussicht

Die Finder des "Geldregens" können sich voraussichtlich auf einen ordentlichen Finderlohn freuen. Bei Fundsachen im Wert von bis zu 500 Euro stehen ihnen fünf Prozent Finderlohn zu. Bei höheren Summen wie dieser liegt der Wert bei drei Prozent. Wenn sich ein rechtmäßiger Besitzer eines Fundes innerhalb von sechs Monaten nicht ermitteln lässt, können Finder sogar das ganze Geld bekommen.