Stand: 22.09.2017 13:53 Uhr

An Kind vergangen: Kein Grund für Haftbefehl

Die Polizei hat in Malchow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) einen 53-jährigen Mann festgenommen, der des sexuellen Missbrauchs eines Kindes beschuldigt wird. Nach Angaben der Polizei konnte der Mann schnell gefasst werden. Neubrandenburgs Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler sieht bislang keinen Grund, Haftbefehl gegen den Mann zu beantragen. Dass er den Jungen in Malchow in die Hose gefasst und am Gesäß berührt haben soll, steht im Raum, ist aber noch nicht bewiesen.

Es gilt die Unschuldsvermutung

Es müsse auch erst der Junge dazu befragt werden, so Zeisler. Außerdem stehe die Tat, wenn sie denn so passiert ist, nach Zeislers Worten in keinem Verhältnis zur Untersuchungshaft. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft sind von dem Mann in Zukunft keine weiteren schweren Straftaten zu erwarten. Es gelte die Unschuldsvermutung, so der Staatsanwalt, verweist aber auch darauf, dass die Ermittlungen in diesem Fall erst ganz am Anfang stehen.

Mutige Bekannte befreit Jungen

Nach bisherigen Ermittlungen soll der Beschuldigte am Mittwoch Nachmittag auf der Drehbrücke in Malchow einen achtjährigen Jungen angesprochen, ihn anschließend in die Hofeinfahrt eines Hotels gelockt und sich dort an ihm vergangen haben. Eine Bekannte des Jungen hatte den Vorfall bemerkt und konnte ihn befreien. Bei dem Mann wurde ein Atemalkoholwert von 1,89 Promille festgestellt.

Polizei: Kinder über Gefahren aufklären

Nach der Durchsuchung und erkennungsdienstlichen Behandlung wurde der Mann wieder entlassen. Die Polizei mahnte Eltern, Kinder unbedingt auf derartige Gefahren hinzuweisen. Auch würden die Präventionsberater der Polizei individuelle Termine anbieten.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 22.09.2017 | 13:00 Uhr

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