Stand: 30.07.2016 12:52 Uhr

Rostock: Jugendliche attackieren Rettungskräfte

In Rostock sind am Freitagabend Rettungskräfte von einer Gruppe Jugendlicher angegriffen worden. Die zwei Rettungswagen waren laut Polizei gegen 21.30 Uhr zu einem Parkplatz im Stadtteil Lütten Klein gerufen worden. Dort halfen die Retter gerade einem Mädchen, das hyperventiliert hatte, als sie aus einer Gruppe von 20 Kindern und Jugendlichen mit Steinen beworfen wurden.

Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs und Körperverletzung

Die Polizei konnte 14 Tatverdächtige im Alter zwischen 13 und 18 Jahren stellen. Niemand wurde verletzt. Ermittelt wird nun unter anderem wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs im besonders schweren Fall und der versuchten gefährlichen Körperverletzung. Bei drei Jugendlichen fanden die Beamten "betäubungsmittelähnliche Substanzen" sowie eine Softairwaffe.

Die Polizei führt die Aggressivität der Jugendlichen darauf zurück, dass sie der Meinung waren, die Verletzte werde durch die Rettungskräfte nicht ausreichend versorgt.

Innenminister verurteilt Angriff

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) verurteilte die Attacke: "Ein Angriff dieser Art ist ein Angriff auf unseren Rechtsstaat. Das dürfen wir nicht zulassen. Die Angriffe auf Polizei und Rettungskräfte haben in der Vergangenheit immer mehr zugenommen." Caffier verwies auf einen Beschluss der Innenministerkonferenz im Juni, der eine Verschärfung des Strafrechts für solche Gewalttäter vorsehe. Helfer in den Sanitätsdiensten, bei der Feuerwehr und dem Katastrophenschutz müssten einbezogen werden. "Wir müssen die Personen, die uns täglich schützen, selbst auch besser beschützen", so Caffier.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 30.07.2016 | 13:00 Uhr

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