Stand: 20.01.2016 11:42 Uhr

Robbe im Strelasund auf Eis "gestrandet"

Ein seltener Gast war in Stahlbrode zu Besuch: Diese Kegelrobbe hält sich seit Freitag auf dem zugefrorenen Strelasund auf.

In Stahlbrode (Kreis Vorpommern-Rügen) erregt eine auf dem zugefrorenen Strelasund liegende Kegelrobbe die Gemüter. Das rund anderthalb Meter lange Tier ist seit Freitag immer wieder in der Nähe des Hafens gesichtet worden und hat offenbar Mühe, vom spiegelglatten Eis ins freie Wasser zu gelangen. Nach dem zwischenzeitlichen Schneefall sei das Tier zwar ein Stück weit auf dem Eis vorangerobbt, doch die Robbe war auch danach noch auf dem Eis zu sehen, wie es hieß.

Experte: Robben sind an Eis und Kälte gewöhnt

Laut Michael Dähne, dem Kurator des Meeresmuseums in Stralsund, seien Robben an Eis und Schnee gewöhnt. Dank ihrer dicken Speckschicht könnte sie auch längere Zeit ohne Futter und in der Kälte auskommen. Außerdem haben Mitarbeiter vom Meeresmuseum und Umweltschützer des WWFs die Robbe fest im Blick. Sollte es ihr augenscheinlich schlechter gehen, dann würde umgehend der Amtstierarzt informiert, der dem Tier helfen könnte.

Tipp: Abstand halten

Um die Robbe nicht unnötigem Stress auszusetzen, empfehlen Experten, mindestens 50 Meter Abstand zu halten. Wer einer Robbe zufällig beim Strandspaziergang begegnet, sollte sie großräumig umgehen und sie nicht ärgern, empfehlen die Experten. Die Tiere sähen zwar niedlich aus, es handle sich dennoch um Raubtiere.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 20.01.2016 | 11:40 Uhr