Stand: 24.03.2016 07:35 Uhr

Reh mit Motorrädern gehetzt und überfahren

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Ein Reh ist auf einem Acker bei Tüzen gehetzt und überfahren worden. (Archivbild)

In einem besonders grausamen Fall von Tierquälerei hat die Kriminalpolizei Malchin (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) acht Tatverdächtige ermittelt. Die Motorradfahrer sollen ein trächtiges Reh in der Nähe von Tüzen gehetzt und vermutlich absichtlich mehrfach überfahren haben. Zwei 28 und 29 Jahre alte Männer hätten die Vorwürfe bereits eingeräumt, sagte eine Polizeisprecherin in Neubrandenburg.

Jäger erlöst Tier von Qualen

Sechs weitere Männer aus der Region sollten noch zu den Vorwürfen gehört werden, hieß es weiter. Anfang März hatte ein Jäger das schwer verletzte Tier mit gebrochenen Gliedmaßen auf einem Acker gefunden, ringsherum waren Motorradspuren im Boden. Um dem Tier weitere Qualen zu ersparen, wurde es getötet.

Verstoß gegen Tierschutzgesetz

Auf die Spur der Verdächtigen kam die Polizei durch Hinweise aus der Bevölkerung. Es werde wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt und geprüft, inwieweit einige Verdächtige überhaupt eine Motorradfahrerlaubnis und zugelassene Fahrzeuge besitzen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 24.03.2016 | 08:10 Uhr