Stand: 10.10.2017 18:55 Uhr

Rechtsextremismus bleibt das größte Problem

Für den Verfassungsschutz in Mecklenburg-Vorpommern bleiben Rechtsextremisten das größte Problem. Wie Innenminister Lorenz Caffier (CDU) bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts für das Jahr 2016 am Dienstag in Schwerin sagte, sind in der Szene weiterhin knapp 1.500 Personen aktiv. Davon schätzten die Experten 700 als gewaltbereit ein. Daneben würden Reichsbürger und Identitäre Bewegung den Verfassungsschutz stärker beschäftigen.

Ein Stapel Bücher des aktuellen Verfassungsschutzberichts.

Rechtsextremismus bleibt größte Gefahr in MV

Nordmagazin -

Die größte Gefahr geht in Mecklenburg-Vorpommern nicht vom islamistischen Terror aus, sondern nach wie vor vom Rechtsextremismus. Das zeigt der neue Verfassungsschutzbericht.

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Islamistische Szene wächst

Laut Verfassungsschutzbericht gehören der linksextremen Szene im Land etwa 440 Personen an, die rund zur Hälfte auch gewaltbereit seien. Auch den islamistischen Terror habe die Behörde im Blick, so Caffier. Die islamistische Bewegung wachse; die Zahl der Salafisten liege im Land aber noch bei unter 100 Personen, habe aber um gut ein Drittel zugenommen.

Im Vorjahr hatte sich Caffier besorgt gezeigt über die stark gestiegene Zahl rechtsextremistischer Straftaten in Mecklenburg-Vorpommern.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 10.10.2017 | 15:00 Uhr

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