Stand: 04.02.2016 13:43 Uhr

Prozess um Brandanschlag auf Flüchtlingsheim

Vor dem Landgericht Rostock hat am Donnerstag der Prozess um den Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Groß Lüsewitz (Landkreis Rostock) begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft den 25 und 26 Jahre alten Angeklagten versuchten Mord und versuchte schwere Brandstiftung vor.

Brandsätze auf Wohnhaus geworfen

Die beiden Männer sollen im Oktober 2014 zwei Brandsätze auf das Wohnhaus geworfen haben. In dem mehrgeschossigen Gebäude hätten zur Tatzeit mehrere Menschen geschlafen, darunter Flüchtlingsfamilien mit Kindern, hieß es. Das Gebäude sei vollständig eingerüstet gewesen, weshalb die Brandsätze abprallten und kaum Schaden anrichteten.

Staatsanwaltschaft vermutet ausländerfeindliche Motive

Die Angeklagten waren im vergangenen August festgenommen worden und sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Sie kündigten an, sich später vor Gericht zu den Vorwürfen zu äußern. Die Staatsanwaltschaft geht von ausländerfeindlichen Motiven für die Tat aus. Das Rostocker Landgericht hat vorerst vier Verhandlungstage anberaumt.

Hintergrund
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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 04.02.2016 | 11:00 Uhr