Stand: 10.02.2016 12:24 Uhr

Pottwalknochen werden in Stralsund präpariert

Beim Stralsunder Meeresmuseum sind am Mittwoch die Knochen von drei an der Nordseeküste gestrandeten Pottwalen angekommen. Die Museumsexperten wollen die Skelette der Meeressäuger präparieren. Die jeweils 140 Einzelknochen der drei Meeressäuger werden in einem aufwendigen Verfahren entblutet und entfettet. Nach Angaben des Chefpräparators des Deutschen Meeresmuseums, Uwe Beese, wird der gesamte Prozess rund ein halbes Jahr dauern.

Rückblick auf die XXL-Bergung in Dithmarschen

Stralsunder Fachleute unterstützen Ursachenforschung

Die in Stralsund behandelten Pottwalskelette sind für das Meeresmuseum, die Universität Rostock und die Tierärztliche Hochschule Hannover bestimmt. Zuvor hatten die Stralsunder Forscher bei der Untersuchung der Wale im schleswig-holsteinischen Dithmarschen geholfen. Sie helfen auch bei der Ursachenforschung zu dem Pottwalsterben.

Dutzende Pottwale gestrandet

Nach Angaben der Schutzstation Wattenmeer strandeten seit dem 8. Januar insgesamt 28 junge Pottwale in der südlichen Nordsee, 16 davon in Deutschland, je sechs in den Niederlanden und Großbritannien. Am Strand von Sylt wurde am Montag ein toter Schwertwal gefunden.

Hintergrund

Chronologie: Das große Pottwalsterben

In den vergangenen Wochen sind im Wattenmeer vor Dithmarschen Wale verendet. Es ist das größte bekannte Pottwalsterben in der Nordsee - aber kein neues Phänomen. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 10.02.2016 | 12:40 Uhr