Stand: 27.03.2016 09:55 Uhr

Ölteppich und Havarie im Rostocker Hafen

Zwei niederländische Schiffe haben am Sonnabend die Wasserschutzpolizei und die Feuerwehr in Rostock in Atem gehalten. Am Vormittag verursachte der Zementfrachter "Gotland" beim Diesel-Bunkern einen Ölteppich. Mehr als 100 Liter Gasöl liefen ins Hafenbecken und bildeten einen 150 mal 850 Meter großen Ölteppich auf der Wasseroberfläche. Ein Ölbekämpfungsschiff der Feuerwehr und weitere Einsatzkräfte beseitigten den Schaden.

Strafanzeige gegen Schiffsführung

Die genaue Ursache ist noch unbekannt. Möglicherweise war die Füllstandsanzeige des Tankschiffs defekt oder die Pumpleistung war zu groß, hieß es. Gegen die Schiffsführung des Frachters wurde Strafanzeige gestellt und eine Sicherheitsleistung von 8.000 Euro eingezogen.

Betrunkener Kapitän setzt Frachter auf Grund

Am Abend setzte dann der Kapitän des ebenfalls aus den Niederlanden stammenden Frachters "Abis Bergen" sein 85 Meter langes Schiff direkt vor der Einfahrt zum Seehafen Rostock auf Grund. Laut Wasserschutzpolizei war der Kapitän des Schiffes mit fast 1,5 Promille Alkohol im Blut komplett fahruntüchtig. Ein Schlepper konnte den Havaristen schließlich freischleppen. Der Kapitän muss sich nun wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs verantworten. Das 85 Meter lange Schiff habe die Hafeneinfahrt blockiert, weswegen der Schiffsverkehr teilweise eingeschränkt worden sei.

Motorboot in Flammen

Ebenfalls am Sonnabend kam es im Rostocker Fischereihafen zu einem Brand auf einem sieben Meter langen Motorboot. Der 66 Jahre alte Besitzer habe Schweißarbeiten durchgeführt, teilte die Polizei mit. Dabei kam es durch die Hitzeentwicklung zu einem Brand der Inneneinrichtung des Bootes. Trotz des Einsatzes der Feuerwehr sei das Motorboot völlig ausgebrannt. Der Bootsbesitzer blieb unverletzt. Die Flammen beschädigten auch eine benachbarte Segeljacht. Die Polizei schätzte den Schaden auf rund 20.000 Euro.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 27.03.2016 | 07:00 Uhr