Stand: 27.01.2016 08:28 Uhr

Neuer Anlauf für Erdgasförderung auf Usedom

Auf Usedom ist am Dienstagabend ein neues Projekt zur Erdgasförderung vorgestellt worden. Nach den Plänen eines französischen Unternehmens könnte ab 2019 auf dem Gelände des ehemaligen Wasserwerks in Bansin mit der Gasförderung begonnen werden.

Modell einer Gasförderanlage

Gasförderung auf der Insel Usedom geplant

Nordmagazin -

Eine französische Firma will auf Usedom Gas fördern. Das Gasvorkommen unter der Ostsee vor Heringsdorf soll 40 Jahre reichen und einen großen Teil Vorpommerns versorgen können.

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Anlagen sollen im Wald "versteckt" werden

Das ursprünglich dafür vorgesehene Gelände am Schloonsee soll gegen ein anderes Grundstück in Bansin eingetauscht werden. Das Gelände ist etwa so groß wie drei bis vier Fußballfelder und liegt im Wald versteckt, sodass es für die Usedomer und ihre Gäste zu keinen Beeinträchtigungen durch die Förderung kommen soll.

Laut Unternehmen kein Kontakt mit Grundwasser

Bei den Bohrungen in 3.000 Metern Tiefe gebe es außerdem keinen Kontakt mit dem Trinkwasser des Schutzgebietes, hieß es vom Unternehmen Engie. Mögliche andere Auswirkungen würden im Genehmigungsverfahren genau geprüft - noch ist das Projekt ganz am Anfang.

Erster Versuch scheiterte an Widerstand

Bei der Bürgerversammlung am Dienstag blieben die rund 150 erschienenen Anwohner - darunter auch Hoteliers - zunächst skeptisch, berichtet NDR 1 Radio MV. Bereits 2002 wollte das Unternehmen Engie am Schloonsee Gas fördern, damals scheiterte es aber am Widerstand der Bürger. Das neue Projekt soll nun mit dem Tourismus besser vereinbar sein.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 27.01.2016 | 08:00 Uhr