Stand: 30.03.2016 18:05 Uhr

Mit Kohl, Fisch oder Gemüse in ferne Länder

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Lebensmittel aus MV sind beim Kunden beliebt.

Wie können Lebensmittel aus Mecklenburg-Vorpommern über den regionalen Markt hinaus künftig noch besser national und international angeboten werden? Darüber tauschten sich am Mittwoch 150 Dienstleister und Hersteller auf dem Branchentag der Ernährungswirtschaft in Ahrenshoop aus.

Tipps vom Marketingexperten

Lebensmittel aus dem Land genössen weltweit einen guten Ruf, sagte der Hamburger Markenexperte, Andreas Pogoda. Für eine bessere Vermarktung müssten regionale Besonderheiten und das Einzigartige hervorgehoben und ein Wiedererkennungswert geschaffen werden.

Starker Wirtschaftszweig

Mit einem Umsatzanteil von 34 Prozent gehört die Ernährungsbranche in Mecklenburg-Vorpommern schon heute zu den wichtigsten Wirtschaftsmotoren im Land. Seit der Wende hat die Branche rund 4,2 Millionen Euro in die Entwicklung investiert. Anders als viele Landwirte, die derzeit angesichts geringer Erlöse um ihre Existenz kämpfen, hat das verarbeitende Gewerbe die Umsätze stetig steigern können.

"Luft nach oben" beim Export

Allein beim Exportgeschäft sei noch Luft nach oben, betonte Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD). In Mecklenburg-Vorpommern betrage die Exportquote 16,2 Prozent. Im Bundesdurchschnitt liegt sie rund 32 Prozent.

Ein Grund: das Russland-Embargo. Backhaus setze auf den Russlandtag Ende Mai. Darauf, dass der Gesprächsfaden wieder aufgenommen werde und die Beteiligten aus der Spirale der Boykotte ausscheren.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 30.03.2016 | 14:00 Uhr