Stand: 17.06.2015 14:15 Uhr

Mehr Geld: Land zieht Bahn-Projekte vor

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Bevor die Züge in Mecklenburg-Vorpommern schneller unterwegs sind, müssen Bahnkunden mit vielen Behinderungen rechnen.

Die Bahn will in den kommenden Jahren die Strecken in Mecklenburg-Vorpommern weiter modernisieren. Der Bund gibt dafür seit diesem Jahr Geld: Die Mittel seien um etwa ein Viertel auf 70,6 Millionen Euro pro Jahr aufgestockt worden, teilte Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) am Mittwoch in Schwerin mit. Die Gelder stünden fünf Jahre lang zur Verfügung.

Erst Sperrung, dann schnellere Verbindung

Fahrgäste müssen sich jedoch auf Behinderungen einstellen. Das Land sehe die Modernisierung deshalb mit einem weinenden und einem lachenden Auge, sagte Verkehrsminister Pegel. Denn auf vielen Verbindungen seien Züge nach den Arbeiten schneller unterwegs - beispielsweise zwischen Schwerin und Bad Kleinen - dort wird ab 2018 eine Geschwindigkeit von 160 Stundenkilometern möglich sein. Allerdings bleibt die Strecke fast im gesamten Jahr 2017 gesperrt. Auch zwischen Wismar und Rostock kommt es zu Ausfällen.

Bauarbeiten auf vielen Strecken

Schon in diesem Jahr stehen Arbeiten an der Strecken Neubrandenburg - Stavenhagen sowie zwischen Rostock und Warnemünde an. Für Pendler nach Hamburg wird die Bahnfahrt ab Dezember zur Geduldsprobe. Der Hauptbahnhof in der Hansestadt und die Gleise werden komplett umgebaut - Züge aus Mecklenburg-Vorpommern werden bis Dezember 2017 länger brauchen. Gleiches gilt ab Januar 2017 auch für Züge zwischen Rostock und Berlin.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 17.06.2015 | 14:00 Uhr