Stand: 18.03.2016 07:38 Uhr

Letzte Hürde für Bau des Hafens Prerow genommen

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Der neue Hafen soll an die bestehende Seebrücke angebaut werden. (Archivbild)

Der Hafen vor Fischland-Darß-Zingst kann kommen: Die Gemeinde Prerow hat die Vereinbarung mit dem Land zur Nutzung der dortigen Seebrücke inzwischen unterschrieben. Das teilte das Umweltministerium am Donnerstagabend mit. "Ich begrüße es sehr, dass der bereits im April 2015 durchgeführte Bürgerentscheid jetzt umgesetzt werden kann", sagte Umweltminister Till Backhaus (SPD).

Hafen für Seenotretter, Segler und Fischer

Damit können die Arbeiten für den neuen Inselhafen vor Prerow beginnen. Das mit Steinwällen geschützte Hafenbecken soll als Etappe für Segeltouristen dienen und zudem Liegeplätze für den Seenotrettungskreuzer, ortsansässige Fischer und ein Fahrgastschiff bieten. Die Kosten für den Bau des Hafens und den Umbau der Seebrücke in Höhe von rund zwölf Millionen Euro übernimmt das Land.

Jahrelanger Streit um neuen Nothafen

Bei dem Bürgerentscheid hatten 52,5 Prozent der 854 Wähler für den Neubau des Hafens gestimmt. Zuvor war mehr als 20 Jahre um einen Ersatz für den Nothafen am Darßer Ort gestritten worden. Dieser liegt in der Kernzone des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft, in der keine Eingriffe in die Natur mehr vorgenommen werden sollen. Für den im Nothafen stationierten Seenotrettungskreuzer muss die Hafenzufahrt aber immer wieder ausgebaggert werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 18.03.2016 | 06:30 Uhr