Stand: 16.12.2013 14:54 Uhr

Künftiges Flüchtlingsheim erneut beschmiert

Ein künftiges Flüchlingswohnheim in Groß Lüsewitz ist erneut mit ausländerfeindlichen Parolen beschmiert worden.

Das geplante Wohnhaus für Flüchtlingsfamilien in Groß Lüsewitz bei Rostock ist erneut von Extremisten beschmiert worden. Unbekannte sprühten in der Nacht zum Montag einen in fehlerhaftem Deutsch verfassten ausländerfeindlichen Schriftzug auf die Seitenfassade: "Dass Deutsche Volk geht vor, Ausländer nein Danke wir haben genug". Die Parole erstreckt sich über rund elf Meter Länge. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise aus der Bevölkerung.

Brandstiftung angedroht

In der vergangenen Woche war das Haus mit einem 70 mal 70 Zentimeter großen Hakenkreuz beschmiert worden. Gleichzeitig hatten die unbekannten Schmierer in einer Aufschrift Brandstiftung angedroht. Die Polizei nehme diese Vorgänge sehr ernst, hieß es. Zum Schutz des Hauses und deren Bewohner würden die polizeilichen Maßnahmen nun deutlich verstärkt. Künftig sollen dort rund 40 Asylbewerber leben - etwa ein Drittel aller Hausbewohner. Die ersten Flüchtlinge sollen noch im Dezember einziehen.

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In dem Haus sollen rund 40 Flüchtlinge untergebracht werden.
Einwohner wegen rechtsextremer Demonstranten in Sorge?

Nach Einschätzung der Polizei sind die Einwohner des Ortes nicht grundsätzlich gegen die Unterbringung der Flüchtlinge. Allerdings sei auf einer Versammlung jüngst Skepsis geäußert wurde. Einige Anwohner seien besorgt, das Haus könne Ziel von rechtsextremer Demonstranten werden.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 16.12.2013 | 16:00 Uhr