Stand: 17.06.2017 10:58 Uhr

In Hohen Wieschendorf soll weitergebaut werden

Die Ferienhaussiedlung an der Marina Hohen Wieschendorf gilt als eine der größten Investitionsruinen Mecklenburg-Vorpommerns. (Archivbild)

Die marode Ferienhaussiedlung an der Marina Hohen Wieschendorf (Landkreis Nordwestmecklenburg) soll nach 15 Jahren fertig gebaut werden. Die Gemeinde Hohenkirchen hat nun den Weg dafür frei gemacht: Ein neuer Bebauungsplan wurde beschlossen, der alte war nicht mehr gültig und musste an aktuelle Naturschutzrichtlinien angepasst werden. Deshalb hatte der Landkreis Nordwestmecklenburg schon vor vier Jahren einen Baustopp verhängt.

Österreichischer Investor steht bereit

Ein Investor aus Österreich stehe in den Startlöchern, sagte Bürgermeister Jan van Leeuwen (CDU). Er würde lieber heute als morgen mit dem Umbau des Feriendorfes beginnen. Bei dem neuen Investor handelt es sich um die Soini Immobilienentwicklungsgesellschaft aus Österreich. Sie hat zahlreiche Projekte umgesetzt, auch in Deutschland wie beispielsweise Hotelneubauten in Mainz und Heidelberg, einen Campusneubau in München, den Bau von Wohnhäusern in Hamburg, Essen und Köln.

Umbau und Modernisierung geplant

Soini hat auch schon in die Feriensiedlung Hohen Wieschendorf investiert. So durften mit Sondergenehmigungen ein Musterhaus gebaut und vier der bestehenden Ferienhäuser abgerissen werden, um bessere Sichtachsen zu schaffen. Die bereits gebauten Häuser sollen nach den neuen Plänen umfassend umgebaut und modernisiert werden. Eine bereits vorbereitete Tiefgarage wird demnach wieder zugeschüttet und der vorhandene Parkplatz verkleinert. Die gesamte Anlage ist von Naturschutzgebieten umgeben. Der Natur und den Dünen soll auch auf der Anlage laut den neuen Plänen wieder mehr Platz eingeräumt werden.

Hoffen auf Pächter für Golfplatz

Zu dem gesamten Areal in Hohen Wieschendorf gehört auch eine Marina mit 120 Liegeplätzen, deren Betrieb in den vergangenen Jahren weitergeführt werden durfte. Sie sei auch in dieser Saison schon voll ausgelastet, sagte Bürgermeister van Leeuwen. Durch die positive Entwicklung ließe sich nun hoffentlich auch endlich ein Pächter für den nahegelegenen Golfplatz finden.

In einem Monat könnte es losgehen

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Seit 2005 herrscht Stillstand in Hohen Wieschendorf. (Archivbild)

Die Planungsunterlagen müssen nun nach dem Beschluss der Gemeindevertreter einen Monat öffentlich ausliegen, danach könne mit dem Bau begonnen werden, hieß es. Mit schwerwiegenden Einwänden rechnet van Leeuwen nicht. Alle Beteiligten wollten, dass die Ferienhaussiedlung nach 15 Jahren Bauzeit endlich fertig wird, so der Bürgermeister.

Bauruine seit 2005

Die Siedlung an der Marina Hohen Wieschendorf gilt als eine der größten Investitionsruinen Mecklenburg-Vorpommerns. Vor 15 Jahren wurde mit dem Bau von Ferienhäusern mit mehr als 100 Wohnungen, einem Parkplatz und einer Marina begonnen. Nach der Pleite des Investors Michael Veit Ivanschitz ruhte das Projekt. 2012 wurde der Kaufmann wegen Subventionsbetruges in Millionenhöhe zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Weitere Informationen

In Hohen Wieschendorf wird weiter gebaut

Der jahrelange Streit um die Investitionsruine Marina Hohen Wieschendorf ist beigelegt. Landkreis, Gemeinde und Investoren haben sich geeinigt, die Ferienanlage fertig zu stellen. (10.03.2015) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 17.06.2017 | 12:00 Uhr

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