Stand: 02.02.2016 18:00 Uhr

Holocaust-Leugnung im Katzenfreunde-Chatroom?

In Schwerin ist gegen eine 38 Jahre alte Frau Anklage erhoben worden. Sie soll in einem sozialen Netzwerk den Holocaust geleugnet haben. "Auschwitz ist nicht passiert und Schwachsinn", soll die Angeklagte vor gut anderthalb Wochen in einem für jedermann zugänglichen Internet-Chatroom für Katzenfreunde auf Facebook geschrieben haben. Ein Internetnutzer habe daraufhin Anzeige erstattet, so die Staatsanwaltschaft Schwerin.

Frau räumt Äußerungen ein

Diese hatte ein Verfahren wegen des Verdachts der Volksverhetzung eingeleitet. In der polizeilichen Vernehmung habe die Frau ihre Äußerung eingeräumt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. So konnte beim Amtsgericht Schwerin bereits ein Antrag auf Entscheidung im beschleunigten Verfahren gestellt werden. Die Leugnung des Holocausts wird laut Strafgesetzbuch mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit einer Geldstrafe geahndet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 02.02.2016 | 18:00 Uhr