Stand: 29.03.2016 12:42 Uhr

Hähnchenmäster in MV besorgt nach Brand bei Wiesenhof

Nach dem Brand auf dem Schlachthof des Geflügelspezialisten Wiesenhof im niedersächsischen Lohne fällt die Produktion für Wochen aus. Acht Zulieferer aus Mecklenburg-Vorpommern sorgen sich um ihren Hähnchenbestand.

Hähnchen müssen bald geschlachtet werden

Die Tiere müssen geschlachtet werden, so bald sie ihr normales Gewicht erreicht haben. Ansonsten werden sie schwerer und damit teurer. Dann seien sie nur noch schwer zu vermarkten, sagte die Vorsitzende einer Erzeugergemeinschaft, Marion Dorn. Sechs der acht Zulieferer haben sich in dieser Gemeinschaft zusammengeschlossen. Sie seien geschockt vom Brand in Niedersachsen.

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Schlachten auf anderen Höfen als Alternative

Das sei bereits das zweite Feuer auf einem Schlachthof von Wiesenhof. Bereits im vergangenen Jahr war ein Feuer in Bayern ausgebrochen. Auf dem Hof in Lohne war erst vor wenigen Tagen Ammoniak ausgetreten.

Um die Hähnchen aus Mecklenburg-Vorpommern bald schlachten zu können, müsste nun Schichtbetrieb auf anderen Schlachthöfen eingeführt werden, sagte Marion Dorn. In Frage kämen Höfe in Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Niedersachsen. Doch dafür seien zunächst Genehmigungen nötig; die würden derzeit beantragt. Das Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern sieht nach eigenen Angaben bislang keine negativen Auswirkungen auf die hiesigen Mäster.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 29.03.2016 | 12:00 Uhr