Stand: 11.08.2017 08:53 Uhr

German Pellets: Wismar muss Millionen zahlen

Die Hansestadt Wismar muss 2,6 Millionen Euro an die Insolvenzverwaltung von German Pellets zurückzahlen. Darauf haben sich beide Seiten in einem Vergleich geeinigt. Die Stadt hätte die Pleite des Holzverarbeiters kommen sehen müssen, so die Begründung.

Hansestadt äußert sich nicht

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Die Hansestadt Wismar wollte sich zu der Angelegenheit nicht äußern, sie beruft sich auf das Steuergeheimnis.

Es geht um Einnahmen aus Gewerbesteuern, von Juli 2014 bis zum Insolvenzantrag im Februar 2016. Die Stadt soll das Geld kassiert haben, obwohl sie von den wirtschaftlichen Problemen des Unternehmens gewusst hat - so die Insolvenzverwaltung. Ob das tatsächlich so war, bleibt unklar. Denn in dem Zeitraum hatte German Pellets noch Millioneninvestitionen getätigt und positive Bilanzen veröffentlicht. Die Hansestadt Wismar wollte sich zu der Angelegenheit nicht äußern, sie beruft sich auf das Steuergeheimnis.

Ehemaliger Chef wieder im Pellet-Geschäft

Mit der Pleite von German Pellets im Februar vergangenen Jahres hatten 17.000 Anleger rund 270 Millionen Euro verloren. Unterdessen ist der ehemalige Firmeninhaber, Peter Leibold, wieder im Pellet-Geschäft in Sachsen aktiv. Seit anderthalb Jahren ermittelt die Rostocker Staatsanwaltschaft gegen ihn.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 11.08.2017 | 06:30 Uhr

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