Stand: 05.01.2016 08:18 Uhr

Flüchtlinge: Rostock plant Wohnungsbauprogramm

Bild vergrößern
Beim Wohnungsbau hofft Rostock auf das Förderprogramm des Landes. (Symbolbild)

Die Rostocker Stadtverwaltung will den Zuzug von Flüchtlingen mit einem Wohnungsbauprogramm und neuen Unterkünften steuern. Innensenator Chris Müller (SPD) und Sozialsenator Steffen Bockhahn (Die Linke) wollen dabei die Entstehung von sozialen Brennpunkten vermeiden. Rostock rechnet in diesem Jahr mit bis zu 3.000 Flüchtlingen, es gibt jedoch kaum freie Wohnungen.

Neue Sozialwohungen könnten innerhalb eines Jahres entstehen

Innerhalb von 12 bis 14 Monaten könnten mehrgeschossige Häuser mit Sozialwohnungen gebaut werden. Die Senatoren setzen dabei auch auf das angekündigte Wohnungsbau-Förderprogamm des Landes. Bevor neue Wohnungen entstehen, müssen aber zunächst Unterkünfte mit bis zu 2.500 Plätzen geschaffen werden, hieß es.

Migrationsamt setzt Arbeit fort

Das neugegründete Amt für Migration und Flüchtlinge setze seine Arbeit deswegen auch fort. Es war im Herbst vergangenen Jahres gegründet worden, um den damaligen Zustrom von Transitflüchtlingen zu steuern. Innerhalb von drei Monaten waren rund 35.000 Männer, Frauen und Kinder über Rostock nach Schweden gereist. Das Land hat der Stadt zwischenzeitlich rund 2,5 Millionen Euro für die Unterbringungskosten erstattet.

Weitere Informationen
mit Video

Passkontrollen auf dem Weg nach Norden

Nach Schweden kontrolliert jetzt auch Dänemark seine Grenzen. Flüchtlinge ohne Papiere werden bei der Einreise abgewiesen. Noch gibt es in Rostock keinen Stau von Flüchtlingen. mehr

Grenzkontrollen in Schweden: Endstation Rostock?

Rund 900 Transit-Flüchtlinge warten derzeit in Rostock auf die Überfahrt nach Schweden. Durch dessen Grenzkontrollen wurden am Donnerstag erste Flüchtlinge ohne Papiere abgewiesen. mehr

Flüchtlinge in Norddeutschland

Wie viele Flüchtlinge kommen nach Deutschland und woher kommen sie? Wie viele der Menschen nehmen die norddeutschen Länder auf und wie leben Sie hier? Die wichtigsten Fakten. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 05.01.2016 | 06:00 Uhr