Stand: 11.08.2015 17:53 Uhr

Experten: MV profitiert von EU-Einwanderung

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Im bundesweiten Vergleich sind in den vergangenen Jahren nur wenige Arbeitsmigranten aus der EU nach MV gekommmen. (Archivbild)

Mecklenburg-Vorpommern profitiert von Menschen, die aus EU-Ländern einwandern, um hier zu arbeiten. Erstmals seit der Deutschen Einheit ist die Bevölkerung des Landes im vergangenen Jahr wieder gewachsen. Migranten könnten helfen, den Arbeitsmarkt im Land anzukurbeln, sagte die langjährige Vize-Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Ursula Engelen-Kefer auf einer Fachtagung der Hochschule der Bundesarbeitsagentur in Schwerin.

Experten: Zugänge zum Arbeitsmarkt schaffen

Unter dem Motto "Mobilität - Brücken in die europäischen Arbeitsmärkte" tauschen sich auf der Konferenz Experten aus ganz Europa darüber aus, wie Zuwanderung innerhalb der EU so gestaltet werden, dass alle Beteiligten profitieren. Es gehe demnach vor allem um Fragen der Anerkennung von Berufsabschlüssen, gute Beratung für Migranten und Arbeitgeber und den Abbau von Sprachbarrieren.

Polen größte Einwanderer-Gruppe

Insgesamt sind laut Engelen-Kefer im bundesweiten Vergleich nur wenige Arbeitsmigranten aus der Europäischen Union in den vergangenen Jahren nach Mecklenburg-Vorpommern gekommen. So lebten 2008 im Nordosten 33 zugezogene Spanier, sechs Jahre später seien es immerhin 410 gewesen. Die Polen stellten die größte Gruppe der Zuwanderer. Ihre Zahl stieg von 557 auf 3.560. Sie seien oft im Gesundheitswesen und in der Pflege tätig. Spanier, Portugiesen, Italiener und Griechen arbeiteten dagegen vorrangig in Gastronomie und Tourismus.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 11.08.2015 | 17:00 Uhr