Stand: 06.01.2016 15:08 Uhr

Drückjagdverbot zeitweilig aufgehoben

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Mit der Ausdünnung des Wildschweinbestandes sollen im Seuchenfall mögliche Infektionsketten verhindert werden. (Themenbild)

Die Jäger in Mecklenburg-Vorpommern dürfen noch bis Ende Januar im größeren Stil Wildschweine erlegen. Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) hat das Drückjagdverbot generell bis zum 31. Januar aufgehoben.

Jagdzeit reicht nicht für Wildschweine

Normalerweise ist für solche Gesellschaftsjagden am 11. Januar Schluss. Das Rotwild fährt jetzt seinen Stoffwechsel runter und soll deshalb nicht ständig durch Jäger aufgescheucht werden. In solchen Streßsituationen fressen die Tiere mehr und würden dann auch mehr Schäden am Wald verursachen. Doch es gibt so viel Wildschweine, dass die offizielle Jagdzeit nicht ausreicht, heißt es aus dem Landwirtschaftsministerium.

Bestandsausdünnnung zum Schutz vor Seuchen

Das Schwarzwild stellt eine Seuchengefahr dar. In den osteuropäischen Ländern werden immer mehr Fälle von Afrikanischer Schweinepest registriert. Mit der Ausdünnung des hiesigen Wildschweinbestandes sollen im Seuchenfall mögliche Infektionsketten verhindert werden.

Verbot stellenweise langfristig aufgehoben

Aus diesem Grund hat der Landwirtschaftsminister das Drückjagdverbot in besonders intensiven Schwarzwildregionen wie dem Peenetal und auch in den Vogelbrutgebieten an der Küste sogar bis 31. März 2019 aufgehoben. Mit dieser Entscheidung ist der Landesjagdverband nicht einverstanden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 06.01.2016 | 14:00 Uhr