Stand: 21.08.2017 13:42 Uhr

Deutlich mehr Wohngeldbezieher in MV

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In Mecklenburg-Vorpommern erhalten drei Prozent aller Haushalte Wohngeld. (Archivbild)

In Mecklenburg-Vorpommern steigt die Zahl der Menschen, die Wohngeld bekommen. Das teilte Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) mit. Demnach bekamen rund 27.500 Haushalte Ende des vergangenen Jahres Wohngeld - fast ein Drittel mehr als im Jahr zuvor und mehr als drei Prozent aller Haushalte im Nordosten. Als Grund für den Anstieg nannte Pegel die seit Jahresbeginn wirksame Wohngeldreform.

Zuschuss steigt auf durchschnittlich 128 Euro im Monat

Diese verschaffe wieder mehr einkommensschwachen Familien und Einzelpersonen Zugang zu der staatlichen Hilfe. Mit der Reform stieg zudem auch die Höhe des Zuschusses, den sowohl Mieter als auch Eigenheimbesitzer erhalten, von durchschnittlich 93 auf jetzt 128 Euro im Monat. Die Hilfen bei Eigenheimen liegen laut Pegel etwas höher, weil dort in der Regel ganze Familien betroffen seien.

Mehr als die Hälfte der Wohngeldempfänger im Nordosten sind Rentner, die zudem häufig allein leben. Viele von ihnen waren wegen der jährlichen Rentenerhöhungen in den Vorjahren über die alte Einkommensgrenze gerutscht. Nach der Änderung des Gesetzes, der ersten seit sieben Jahren, bekommen viele nun aber wieder finanzielle Hilfe. Ein Ein-Personen-Rentnerhaushalt erhält im Nordosten im Durchschnitt 93 Euro Wohngeld pro Monat, 2015 hatte die Durchschnittssumme bei 60 Euro gelegen.

Hohe Mieten vor allem in größeren Städten

Das Wohngeld soll dem Minister zufolge Menschen mit geringen und mittleren Einkommen, Alleinerziehenden, Studierenden und Ruheständlern helfen, bezahlbare, gute Wohnungen zu finden. Die jüngsten Steigerungen der Mietpreise vor allem in größeren Städten hätten dies deutlich erschwert.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 21.08.2017 | 14:00 Uhr

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