Stand: 05.09.2015 16:30 Uhr

Bundeswehrreform: Abschied von Fünfeichen

Mit dem Einrollen der Truppenfahne endet nach 25 Jahren die Geschichte dieser Einheit. Ursprünglich waren in Fünfeichen rund 500 Frauen und Männer stationiert, die meisten von ihnen wurden schon versetzt.

In Neubrandenburg wird eine Bundeswehr-Kaserne für immer geschlossen: Das Fernmeldebataillon 801 in der Kaserne Fünfeichen ist mit einem feierlichen Appell außer Dienst gestellt worden. Damit schließt im Rahmen der Bundeswehrreform ein weiterer Standort in Mecklenburg-Vorpommern.

Restkommando bleibt in Neubrandenburg

Trotzdem gibt es in Neubrandenburg auch in Zukunft noch Bundeswehrsoldaten: In einer Bundeswehrliegenschaft im Stadtgebiet von Neubrandenburg - der Tollense-Kaserne -, befindet sich der Stab der Panzergrenadierbrigade 41 und eine große Kommandobehörde. Außerdem sind dort auch rund 70 Soldaten der heute aufgelösten Fernmeldeeinheit untergekommen.

Die ursprünglich über 500 Männer und Frauen wissen schon seit dem Jahr 2011, dass ihre Einheit im Rahmen der Strukturreform der Streitkräfte zusammengestrichen wird. Die meisten Soldaten sind bereits versetzt, ein kleines Restkommando bleibt noch bis März 2016 in Fünfeichen. Dann ist endgültig Schluss, die Geschichte der Bundeswehr dort nach über 25 Jahren zu Ende.

Zukunft der Kaserne ungewiss

Für die große Kaserne soll es erste Anfragen für die Nutzung der großen Hallen und Schleppdächer durch zivile Unternehmen gegeben haben, aber unterzeichnete Nachnutzungsverträge gibt es noch nicht. Es gab auch Überlegungen, dort Flüchtlinge unterzubringen, doch vom Landratsamt ist dieses Vorhaben erst einmal aufgeschoben worden. Die Kasernen ließen sich nicht ohne Weiteres von jetzt auf gleich für zivile Zwecke nutzen, da seien zuerst Umbaumaßnahmen notwendig.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 05.09.2015 | 13:00 Uhr