Stand: 18.03.2017 10:52 Uhr

Bürgerinitiative gegen Deichrückbau auf Usedom

Die Usedomer Bürgerinitiative "Gegen Deichrückbau im Inselnorden" lehnt die Deichbaupläne des Landes ab. Die Mitglieder der Initiative forderten die Landesregierung am Freitagabend erneut auf, auf den geplanten Rückbau des Deiches zwischen Peenemünde und Karlshagen zu verzichten. Das Sturmhochwasser Anfang Januar habe gezeigt, welches Ausmaß ein fehlender Deich haben kann, sagte der Vorsitzende der Bürgerinitiative Rainer Höll gegenüber NDR 1 Radio MV.

Kritik an Küstenschutzplänen der Landesregierung

Auch die Überflutung der B110 vor der Zecheriner Brücke zu Beginn des Jahres sei eine Folge der Küstenschutzpläne des Landes, so Höll. Der schützende Deich an der Peene wurde vor zwei Jahren als Ausgleichsmaßnahme abgetragen. Ähnliche Gefahren würden jetzt dem Inselnorden drohen, wenn die Landesregierung ihre aktuellen Pläne zum Hochwasserschutz durchsetzt, hieß es.

Rückbaupläne des Landes grob fahrlässig

Die Pläne des Landes sehen vor, einen Deich zwischen Peenemünde und der Ostsee zu bauen, allerdings südlicher als ursprünglich geplant. Dieser Neubau wiederum würde ermöglichen, den Deich zwischen Peenemünde und Karlshagen abzutragen. Und das sei grob fahrlässig, weil der Inselnorden dann einem Sturmhochwasser hilflos ausgeliefert wäre, so Höll weiter. Landtagsabgeordnete der CDU und der Linken sagten der Bürgerinitiative am Freitagabend ihre Unterstützung zu.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 18.03.2017 | 10:00 Uhr

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